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Kampf gegen Boko Haram Nigerias Armee erobert Chibok zurück


Das Dorf aus dem im April rund 200 Schülerinnen von der Terrorgruppe Boko Haram entführt worden waren, ist wieder in der Hand der Armee. Bei den Kämpfen seien auch Bürger ums Leben gekommen, heißt es.

Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben das Dorf Chibok im nördlichen Bundesstaat Borno von Islamisten der sunnitischen Terrorgruppe Boko Haram zurückerobert.

Aus dem Dorf hatten die Extremisten im April rund 200 Schülerinnen entführt, von denen bis heute jede Spur fehlt. In der Nacht zum Freitag hatten sie den Ort gestürmt und unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei kamen Augenzeugen zufolge zahlreiche Bürger ums Leben, viele weitere waren auf der Flucht.

"Truppen der 7. Division haben Chibok gestern von den Boko-Haram-Terroristen zurückerobert", zitierte die Zeitung "Premium Times" am Sonntag Militärsprecher Sani Usman. Das Militär führe derzeit noch weitere Einsätze in der Region aus. "Aber Chibok haben wir gesichert", hieß es.

Dörfer gewaltsam unter Kontrolle gebracht

Boko Haram hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Ortschaften im Norden des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas gewaltsam unter Kontrolle gebracht. Die Gruppe will in der Region einen Gottesstaat aufbauen. Vor sieben Monaten verschleppten Mitglieder über #link;http://www.stern.de/politik/ausland/boko-haram-hoffnung-auf-freilassung-entfuehrter-maedchen-in-nigeria-waechst-einigung-noch-nicht-erzielt-2146234.html;200 meist christliche Mädchen# aus einer Schule in Chibok. Später erklärten sie, sie wollten ihre Geiseln als Sklavinnen verkaufen. Der Fall hatte international für Entsetzen gesorgt.

mod/DPA DPA

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