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Die Nachrichten im Überblick: AfD-Parteikonvent: kein Sonderparteitag

Petry oder nicht Petry? - AfD-Konvent in Kassel +++ Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft +++ Täter und verletzte Frau nach Angriff in Schweizer Bahn gestorben +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Überblick.

Frauke Petry

Frauke Petry im Clinch mit der eigenen Partei

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 21.31 Uhr +++ AfD: kein Sonderparteitag +++

Auf dem AfD-Parteikonvent in Kassel wurde mit großer Mehrheit beschlossen, dass es keinen Sonderparteitag zur Neuwahl des Bundesvorstands geben wird. So lautet das Ergebnis nach rund elf Stunden Beratung hinter verschlossenen Türen.

+++ 18.36 Uhr: Petry oder nicht Petry - AfD-Parteikonvent in Kassel +++

Beim Parteikonvent in Kassel sollte die AfD sich zusammenraufen. Grund sind auch die anhaltenden Streitereien zwischen den Co-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen. Es geht um die Aufstellung der Führungsriege für die anstehenden Wahlkämpfe. Stundenlang wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Teile der rechtspopulistischen Partei wollten den Weg für einen Sonderparteitag und die Neuwahl des zerstrittenen Bundesvorstands freimachen. Über das Ergebnis der Beratungen drang bis zum Abend nichts nach draußen. Rund 50 Vertreter der Landesverbände und des Bundesvorstands sind nach Kassel gekommen. Petry war kurz vorher auf ihre Kritiker zugegangen und hatte im "Bild"-Interview "Fehler" eingeräumt.

+++ 15.43 Uhr: Zehn Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft +++

Bei einem Brand in der Flüchtlingsunterkunft am alten Flughafen Kassel-Calden sind am Sonntag bis zu zehn Menschen verletzt worden. Die meisten von ihnen erlitten Rauchvergiftungen, wie die Polizei in einer ersten Einschätzung mitteilte. Nach Meldungen der Feuerwehr standen rund 20 Wohncontainer in Flammen. Einen Brandanschlag schloss die Polizei aus. "Es hat von innen nach außen gebrannt", sagte ein Sprecher. Die genaue Ursache des Feuers war zunächst unklar. In der Erstaufnahmeeinrichtung sollen rund 800 Menschen leben. In dem Bereich, in dem das Feuer ausbrach, sind es rund 120.

+++ 12.53 Uhr: 34-Jährige nach Attacke in Schweizer Zug gestorben +++

Einen Tag nach dem Angriff in einer Regionalbahn in der Schweiz sind der Täter und eine Passagierin im Krankenhaus gestorben. Der 27-Jährige und die 34-Jährige erlagen am Sonntag ihren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Beide hatten schwere Verbrennungen erlitten.

Der Täter hatte am Samstagnachmittag in einem Waggon des Zuges eine brennbare Flüssigkeit entzündet. Anschließend ging er mit einem Messer auf mehrere Fahrgäste los. Fünf Insassen, unter ihnen ein sechsjähriges Mädchen, wurden mit Verbrennungen und Stichwunden in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Ein Mann verletzte sich, als er den Angreifer im Bahnhof Salez aus dem Zug riss. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst ungeklärt. "Die Frage nach dem Motiv bleibt bestehen. Es gibt bislang keine Anzeichen für eine terroristische oder politisch motivierte Tat", erklärte die Polizei. Der Angreifer war demnach nicht vorbestraft. Die Polizei ermittelte nach eigenen Angaben in "alle Richtungen".


+++ 12.28 Uhr: Russlands Sportminister nennt Klischina-Ausschluss eine Provokation +++

Russlands Sportminister Witali Mutko wertet den kurzfristigen Olympia-Ausschluss der Weitspringerin Darja Klischina als Provokation gegen den russischen Sport. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF habe eigens darauf gedrungen, dass Klischina als einzige russische Leichtathletin in Rio de Janeiro teilnehme, sagte Mutko am Sonntag in Moskau der Agentur Tass. "Das sieht nach Provokationen aus, die bewusst begangen werden." Er erwarte weitere derartige Angriffe. Am Vortag war bekannt geworden, dass die IAAF der Sportlerin ihr Sonderstartrecht wieder entzogen hat. Dabei geht es angeblich um neue Informationen zum Bericht des Ermittlers Richard Pound für die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

+++ 12.13 Uhr: Boko Haram veröffentlicht offenbar Video von entführten Mädchen aus Chibok +++

Die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram hat ein Video veröffentlicht, das einige der vor mehr als zwei Jahren entführten Mädchen von Chibok zeigen soll. "Sie sollten wissen, dass ihre Kinder sich noch in unseren Händen befinden", sagte ein vermummter Mann mit in einem Video, das am Sonntag im Online-Portal Youtube veröffentlicht wurde. Während einige der Mädchen weiterhin Geiseln von Boko Haram seien, seien andere bei Luftangriffen getötet worden, hieß es weiter. Boko-Haram-Kämpfer hatten am Abend des 14. April 2014 insgesamt 276 Mädchen aus einer staatlichen Schule in Chibok im Nordosten Nigerias verschleppt. Einigen Dutzend Mädchen gelang wenige Stunden später die Flucht, etwa 200 werden weiter vermisst.

+++ 12.04 Uhr: Schriftsteller Hermann Kannt ist gestorben +++

Der Schriftsteller Hermann Kant ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Verlegerin Simone Barrientos vom Verlag Kulturmaschinen bestätigte. Zuerst hatte die Zeitung "Neues Deutschland" berichtet.

+++ 11.01 Uhr: Interessenten an Teilen von Unister können ab Montag Bücher prüfen +++

Der Verkauf des insolventen Leipziger Internetunternehmens Unister geht in eine entscheidende Phase. Die vielversprechendsten Kaufinteressenten können ab Montag nach Abgabe einer Vertraulichkeitserklärung die Bücher der Firma prüfen, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther der "Bild am Sonntag" sagte. Etwa 20 Interessenten werden für einen eingerichteten Datenraum zugelassen.

+++ 10.40 Uhr: Gabriel fordert von Merkel Machtwort im Streit um Gesetz zur Lohngleichheit +++

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich im Koalitionsstreit um mehr Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen für einen entsprechenden Gesetzesentwurf von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einzusetzen. "Sonst muss die Kanzlerin den Frauen erklären, warum sie nichts dagegen tun will, dass Frauen in Deutschland mehr als 20 Prozent weniger verdienen als Männer", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Kanzleramt müsse den Gesetzentwurf "jetzt endlich zur Ressortabstimmung freigeben", forderte Gabriel ein Machtwort von der Kanzlerin. Es sei ein "Unding", dass Frauen im Durchschnitt weniger verdienten als Männer.

+++ 9.07 Uhr: Student aus Saudi-Arabien im Neckar vermisst +++

Ein 25-jähriger Student aus Saudi-Arabien ist beim Baden im Neckar untergegangen und wird seitdem vermisst. Der Mann war in der Nacht zum Sonntag mit Freunden an einem Campingplatz in Neckargemünd schwimmen, wie ein Polizeisprecher in Baden-Württemberg sagte. Zwei Frauen aus der Gruppe sahen, wie er plötzlich unterging. Sie versuchten erst, ihn selbst zu finden und verständigten dann die Polizei. Die suchte den Mann mit Tauchern und einem Hubschrauber, brach die Suche aber schließlich erfolglos ab.

+++ 8.12 Uhr: Rentnerin parkt aus - und verletzt Frau tödlich +++

Beim Ausparken hat eine 76-Jährige in Remseck am Neckar eine Bekannte mit dem Auto erfasst und tödlich verletzt. Die Frau fuhr die 77-Jährige am Samstagabend beim rückwärts Ausparken aus einer Parklücke mit dem Auto an, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Baden-Württemberg sagte. Zuvor hatten sich die beiden nach einer Feier verabschiedet. Die Fahrerin war dem Sprecher zufolge vermutlich zu stark an das Gaspedal gekommen. Eine weitere Frau wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

+++ 7.25 Uhr: Festnahmen nach Anschlagsserie in Thailand +++

Nach der Anschlagsserie in Thailand sind die Ermittler nach eigenen Angaben bei der Aufklärung der Taten entscheidend vorangekommen. "Wir wissen, wer dahinter steckt", sagte der Vize-Sprecher der thailändischen Polizei, Piyapan Pingmuang, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Im Badeort Hua Hin, der am schwersten von der Anschlagsserie betroffen war, wurden demnach zwei Verdächtige für eine Befragung in Gewahrsam genommen.

In der Provinz Nakhon Si Thammarat sei im Zusammenhang mit einem Brandanschlag Haftbefehl gegen einen Verdächtigen ausgestellt worden, führte der Sprecher aus. Er bekräftigte die Darstellung der Militärjunta, dass es sich bei den Anschlägen nicht um das Werk internationaler Terroristen gehandelt habe. "Ich bestätige nochmals, dass es ein Akt lokaler Sabotage war, nicht Terrorismus", sagte der Polizeisprecher. "Wir haben in Thailand keinen Terrorismus."

+++ 5.48 Uhr: Hunderte Anwerbeversuche von Islamisten unter Flüchtlingen +++

Der Verfassungsschutz beobachtet mit Sorge die Versuche radikaler Islamisten, unter Flüchtlingen neue Mitstreiter anzuwerben. "Es gibt bislang mehr als 340 Fälle, die uns bekannt geworden sind", sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber das sind nur die, von denen wir erfahren haben. Vermutlich gibt es mehr Fälle." Maaßen sagte, der Verfassungsschutz habe Betreiber von Flüchtlingsheimen bereits für das Problem sensibilisiert und ihnen Informationen an die Hand gegeben. "Es bereitet uns Sorge, wenn Salafisten und andere Islamisten Werbung in den Asylunterkünften machen."

jen / DPA / AFP