Nach wochenlangen Gefechten in ihrem wiederaufgeflammten Grenzkonflikt haben sich Thailand und Kambodscha auf eine "sofortige" Waffenruhe geeinigt. Die Vereinbarung gelte für alle Arten von Waffen und umfasse jedwede Angriffe auf zivile und militärische Ziele, heißt es in dem Dokument, das von den Verteidigungsministern der beiden südostasiatischen Länder am Samstag unterzeichnet wurde. International wurde der Schritt begrüßt. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) dankte insbesondere den Asean-Staaten für ihre Vermittlerrolle.
Kurz nach Krisengesprächen zwischen Thailand und Kambodscha in Malaysia hat Phnom Penh weitere thailändische Luftangriffe gemeldet. Nur wenige Stunden nach den Gesprächen zum wiederaufgeflammten Grenzkonflikt zwischen den Nachbarländern teilte Kambodschas Verteidigungsministerium mit, dass die thailändische Armee am Montag erneut Kampfflugzeuge gegen kambodschanisches Staatsgebiet eingesetzt habe. Zuvor hatten sich beide Länder beim Treffen der Asean-Staaten in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur auf weitere Friedensbemühungen geeinigt.
In der kambodschanischen Provinz Siem Reap fliehen Menschen angesichts des wieder entbrannten Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha auf der offenen Ladefläche eines Kleintransporters vor der Gewalt.
Nach gewaltsamen Zusammenstößen im wieder entbrannten Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha finden Menschen in einem Tempel in Siem Reap im Nordwesten Kambodschas Zuflucht.
Zehn Touristen wurden von der Polizei in Kambodscha verhaftet, weil sie angeblich "pornografische Tänze" auf einer Party ausgeübt hätten. Bei einer Verurteilung drohe ihnen nun sogar ein Jahr Haft.