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Tod eines Murmeltiers: Hat New Yorks Bürgermeister "Chuck" auf dem Gewissen?

Klebt "Murmeltierblut an seinen Händen", wie eine Zeitung New Yorks Bürgermeister vorwirft? Und wollte er den Tod des Tiers vertuschen? Fest steht: Di Blasio ließ "Chuck" am Murmeltiertag fallen.

New Yorks Bürgermeister Bill di Blasio hat der vermeintlich harmlose Sturz eines Murmeltiers aus seinen Armen eingeholt. Die Lokalzeitung "New York Post" berichtete am Donnerstag, das Tier namens Chuck, das di Blasio am traditionellen Murmeltiertag am 2. Februar versehentlich hatte fallen lassen, sei an den Folgen dieses Sturzes gestorben. "Der Bürgermeister hat Murmeltierblut an seinen Händen", schrieb die Zeitung nun anklagend.

Ganz der Tradition verpflichtet sollte sich di Blasio an jenem folgenschweren Februartag mit einem Murmeltier aus dem Zoo von Staten Island fotografieren lassen. Eine Art Bauernregel besagt, dass sich der Winter um sechs Wochen verlängert, wenn der Nager am Murmeltiertag beim Verlassen seines Baus den eigenen Schatten erblickt. Wenn nicht, nahe der Frühling. Die Tradition war durch den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" mit Bill Murray in der Hauptrolle auch in Deutschland bekannt geworden.

Di Blasio war im Februar noch relativ frisch im Amt. An seinem ersten Murmeltiertag als Bürgermeister ließ der 1,95-Mann den Nager namens Chuck fallen. Eine Woche später starb Chuck der "New York Post" zufolge an inneren Verletzungen. Die Zeitung warf dem Zoo, der zu fast 50 Prozent vom Bürgermeisteramt subventioniert wird, die absichtliche Geheimhaltung von Chucks Ableben vor. Ein Sprecher von di Blasio sagte der Zeitung: "Wir wussten nichts über den Tod von Chuck, aber wir betrauern den Verlust."

Für Chucks "Kollegen" in Punxsutawney ging der traditionelle Murmeltiertag verletzungsfrei aus

Für Chucks "Kollegen" in Punxsutawney ging der traditionelle Murmeltiertag verletzungsfrei aus

mod/AFP / AFP