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Tornadojäger Tim Samaras: Der letzte Tweet vor dem Tod im Sturm

Die Tornado-Serie in den USA kostete mehrere Menschen das Leben. Unter ihnen der berühmte Wetterforscher Tim Samaras. Vor seinem Tod setzte er eine letzte Warnung via Twitter ab.

Passt auf das Wetter auf!" lauteten seine letzten Worte auf Twitter. Kurz danach wurde Tim Samaras selbst Opfer des Wirbelsturms. Unter den Opfern der jüngsten Tornado-Serie in den USA sind auch drei sogenannte "Storm Chaser". Der bekannte Sturmforscher Tim Samaras, sein Sohn Paul und ihr Partner Carl Young seien auf der Jagd nach den Stürmen ums Leben gekommen, teilte Samaras' älterer Bruder Jim am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit. Nach Angaben des Sturmvorhersagezentrums des Nationalen Wetterdiensts in Oklahoma seien noch nie zuvor Sturmjäger auf der Jagd nach einem Tornado umgekommen.

Nach Angaben der Polizei wurde nur eine der Leichen der drei Männer in ihrem Wagen aufgefunden, die beiden anderen lagen jeweils 400 Meter entfernt in verschiedenen Richtungen. Überreste des Fahrzeugs seien über einen Umkreis von fast einem Kilometer verstreut worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Bergungsarbeiter schleppten einen völlig deformierten Transporter mit zerborstenen Scheiben und verbogener Karosserie ab.

Kurz vor seinem Tod hatte Samaras noch auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter vor den Tornados gewarnt: "Die Stürme ziehen jetzt im Süden Watongas auf. Oklahoma steht ein gefährlicher Tag bevor", schrieb er dort. Und eben diesen letzten Satz: "Passt auf das Wetter auf!". Samaras, der auch aus der populären Sendung "Storm Chasers" des Discovery Channel bekannt ist, hatte unter anderem neuartige Methoden für Windmessungen im Herz von Wirbelstürmen entwickelt.

Insgesamt kamen den Behörden zufolge mindestens 14 Menschen ums Leben, als am Freitag mehrere Tornados über den Mittleren Westen hinwegfegten und teils schwere Überschwemmungen auslösten. Die Wirbelstürme zogen im Bundesstaat Oklahoma durch eine Gegend nahe der Stadt Moore, die bereits vor knapp zwei Wochen durch einen gewaltigen Tornado verwüstet worden war. Damals waren 24 Menschen ums Leben gekommen.

kmi/AFP / AFP
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