HOME

US-Schule: Schüler wird wegen seines Nachnamens Trump gemobbt - jetzt lässt er ihn ändern

Ein elfjähriger Junge wird an seiner Schule in den USA gemobbt, weil er den Nachnamen "Trump" trägt. Es gab Untersuchungen an der Schule, Aufregung bei Facebook. Nun gibt es eine Lösung.

Schüler sitzt mit abgestützter Hand in Schulklasse

Ein Trump: In den USA wird ein Schüler wegen seines Nachnamens geärgert

DPA

Dass Donald Trump nicht gerade zu den beliebtesten Persönlichkeiten der Staaten zählt, ist nichts Neues. Jetzt brachte der Nachname des US-Präsidenten aber einem Jungen viele Probleme ein. Denn ein elfjähriger Schüler mit dem Nachnamen Trump wurde deswegen von seinen Mitschülern gemobbt – obwohl es keine familiären Beziehungen zum US-Präsidenten gibt. "Er wurde verspottet und gemobbt, weil sein Nachname Trump war", sagt sein Stiefvater Bobby Berto gegenüber dem US-TV-Sender "WPVI". Seine Mutter, Megan Trump, sagt weiter: "Sie verfluchten ihn, nannten ihn einen Idioten, nannten ihn dumm."

Angefangen hatte alles, als Donald Trump für das Amt als Präsidenten kandidierte. Danach "zog ich ihn für ein Jahr aus der Schule und unterrichtete ihn zu Hause", sagt der Stiefvater des Jungen. Dann wechselte Joshua an die Talley Middle School in Delaware an der Ostküste der USA. Den Eltern war es wichtig, dass es nicht die gleichen Probleme wie an der alten Schule gibt und setzten sich daher zuvor mit den Verwaltungsbeamten zusammen, wie WPVI berichtet. Mark Mayer, Direktor der Talley Middle School, sagte gegenüber "Fox News", dass die Eltern von Joshua ihn über die Probleme mit seinem Nachnamen informiert hätten.

Lehrer versuchten den Nachnamen des Jungen geheim zu halten

Daher beschloss die Lehrerschaft, den Jungen nur Joshua T. anstatt Joshua Trump zu nennen. Es wurde alles getan, um den Nachnamen geheim zu halten – ohne Erfolg. Gegenüber "Fox News" sagt Direktor Meyer, es habe einen Vorfall im Schulbus gegeben, durch den der Nachname des Jungen doch ans Licht kam: Der Busfahrer habe den Elfjährigen nach seinem Vor- und Nachnamen gefragt und darauf bestanden ihn zu erfahren. Als Joshua ihn dann nannte, haben die Kinder im Bus begonnen ihn aufzuziehen.

Es wurde daraufhin eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet, bei denen die Identität der beteiligten Schüler festgestellt wurde. Ihre Familien wurden benachrichtigt und sie entschuldigten sich anschließend bei Joshua, sagte Meyer. Joshuas Mutter forderte dennoch einen Wechsel des Schulbusses und machte den Vorfall durch einen Beitrag auf ihrer Facebook-Seite öffentlich. Außerdem wird der Nachname von Joshua im Schulsystem geändert, denn er wird nun den Nachnamen seines Vaters, Berto, annehmen. 

Verwendete Quellen: "WPVI-TV" / "The Washington Post"

maf
Themen in diesem Artikel