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Urteil gegen Hochstapler Falscher Pilot muss bei seiner Mutter einziehen


Er hatte sich als Adeliger ausgegeben, als Arzt und Pilot: Ein Gericht hat einen 25-Jährigen nun zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Bis er die Strafe antritt, muss er einiges auf sich nehmen.

Die Uniform war echt, aber der Pilot war es nicht: Das Landgericht Düsseldorf hat einen notorischen Hochstapler wegen Betrugs in 52 Fällen zu drei Jahren Haft verurteilt. Zugleich erhielt der 25-Jährige, der zunächst auf freien Fuß kam, ein Betretungsverbot für die Städte Düsseldorf, Köln und Frankfurt. "Er soll sich von Flughäfen fernhalten", sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag nach dem Urteil vom Vortag.

Der junge Mann aus Düsseldorf hatte sich immer wieder als Pilot ausgegeben und Flughäfen besucht. Er war aber auch als Arzt, Adeliger oder Diplomat aufgetreten. Der Haftbefehl gegen ihn wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der 25-Jährige muss nun bis zum Haftantritt wieder bei seiner Mutter einziehen und sich dreimal pro Woche bei der Polizei melden. Das Gericht wies ihn auch an, das Gebiet der Städte Düsseldorf, Köln und Frankfurt/Main nicht zu betreten. Zudem darf er keine Waren bestellen, weder per Post noch im Internet.

Ohnmacht vorgetäuscht, um Frauen kennen zu lernen

Die meisten Betrugsfälle hatte er in seiner falschen Identität als Pilot begangen. Etwa um bei den Damen zu landen, hatte er viel Zeit auf Flughäfen verbracht und dort einen Ohnmachtsanfall vorgetäuscht, um umsorgt zu werden. Seine Freizeit verbrachte er mit Freunden, die er in seiner Scheinwelt kennengelernt hatte - Stewardessen und Piloten. Verkleidet in Pilotenuniform ließ er sein Auto auf Kosten von Fluggesellschaften volltanken.

In erster Instanz hatte das Düsseldorfer Amtsgericht den 25-Jährigen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt, das Landgericht blieb also nur knapp darunter.

lin/DPA DPA

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