VG-Wort Pixel

USA San Francisco erlaubt Polizei den Einsatz von Killerrobotern

Roboter wie von "Boston Dynamics" können immer besser Aufgaben ausführen – auch das Töten von Menschen gehört dazu.
Roboter wie von "Boston Dynamics" können immer besser Aufgaben ausführen – auch das Töten von Menschen gehört dazu.
© Imago Images
Es klingt wie aus einem schlechten Film oder einer Dystopie: In San Francisco dürfen Polizisten nun auch mit Killerrobotern gegen Verdächtige vorgehen – bewaffnet sollen die unter anderem mit Sprengstoff sein.

Killerroboter klingen noch immer wie aus einem Science-Fiction-Film, inzwischen ist die Entwicklung solcher automatisch arbeitenden und tödlichen Roboter dank Unternehmen wie "Boston Dynamics" (gehörte unter anderem Google) allerdings schon Realität.

Ein Haupteinsatzgebiet für Killerroboter sollen Kriege und sonstige bewaffnete Auseinandersetzungen sein, Städte in den USA wollen sie aber auch im normalen, zivilen Raum gegen Verdächtige und Straftäter einsetzen. Einer der neuesten Bezirke: San Francisco, eigentlich mal für Flower Power und Hippies bekannt.

Das dortige "Board of Supervisors ", eine Art Stadtrat, hat nun beschlossen, dass die Polizei "in extremen Situationen" auch Roboter einsetzen dürfen, die in der Lage sind, Menschen zu töten. Laut der städtischen Polizeibehörde SFPD sind bislang solche Roboter noch nicht im Einsatz. Laut BBC könne es jedoch "zukünftige Szenarien geben", in denen "ein Roboter tödliche Gewalt anwenden" könne.

Roboter sollen mit Sprengstoff bewaffnet werden

Bewaffnet werden sollen die Roboter für den Einsatz mit Sprengladungen. Diese könnten laut Polizei helfen, um "in befestigte Strukturen einzudringen, in denen sich gewalttätige, bewaffnete oder gefährliche Personen aufhalten" – aber eben auch "gewalttätige, bewaffnete oder gefährliche Verdächtige" außer Gefecht setzen, wenn sie ein Risiko für das Leben darstellen.

Ganz unbekannt sind Killerroboter bei der Polizei in den USA übrigens nicht: Schon 2016 setzte die Polizei in Dallas, Texas, einen Roboter ein, um einen Heckenschützen zu töten. Der Heckenschütze hatte zuvor zwei Beamte getötet und weitere verletzt. Bewaffnet war der Roboter damals mit C-4-Sprengstoff.

Kritiker:innen wie Dr. Catherine Connolly von der Kampagnengruppe "Stop Killer Robots" befürchten, dass der Einsatz von Robotern schneller zu leichtfertigen Entscheidungen in schwierigen Situationen führt: Sie befürchten, dass tödliche Gewalt dadurch schneller angewandt werde.

Quellen:BBC, arstechnica

Mehr zum Thema

Newsticker