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Mit Drohne gefunden Frau überlebt fünf Monate allein in der Wildnis

Eine vermisste 47-Jährige wurde in Utah in der Wildnis gefunden.
Der Grand Canyon erstreckt sich von Arizona bis ins südliche Utah. Eine vermisste Frau wurde in Utah alleine in der Wildnis gefunden. (Symbolbild)
© Marco Brivio / Picture Alliance
Eine vermisste 47-jährige Frau ist in der Wildnis in Utah gefunden worden. Eine abgestürzte Drohne führte einen Suchtrupp zum Zelt der Frau. Sie soll fünf Monate allein überlebt haben.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de

Was trieb diese Frau in die Einsamkeit, warum wollte sie allein in der Wildnis sein? Fünf Monate lange lebt eine 47-Jährige im US-Bundesstaat Utah in einem Zelt in einem Canyon, sie ernährt sich unter anderem von Moos und Gras. Entdeckt wird sie nur durch einen Zufall: Ein Suchtrupp will eine abgestürzte Drohne bergen und findet dabei das Zelt, in dem die Frau lebt.

Plötzlich öffnet sich der Reißverschluss des Zeltes

Die Frau verschwindet Ende November 2020. Entdeckt wird das, als Forstbeamte den "Spanish Fork Canyon" südöstlich von Salt Lake City wie jedes Jahr zum Winter hin für Besucher schließen. Dabei finden sie ein verlassenes Auto auf einem Wanderparkplatz, darin Campingausrüstung. Eine sofort eingeleitete Suche "zu Boden und zu Luft" bleibt erfolglos, so das Sheriff-Büro von Utah County (USCO). Auto und Inhalt werden beschlagnahmt.

Die Polizisten finden heraus, wem es gehört, allerdings nicht, wo sich die Besitzerin aufhält. "Es gibt Hinweise darauf, dass die Frau mit psychischen Problemen zu kämpfen hat", so das USCO.

Am vergangenen Sonntag, den 2. Mai, macht sich erneut ein Suchtrupp auf den Weg in den Canyon, bestehend aus einem USCO-Sergeant und freiwilligen Helfern mit einer Drohne. Sie wollen wissen, ob die Vermisste noch in der Gegend ist. Bei der Suche stürzt die Drohne ab. Die Männer suchen nach dem Gerät und entdecken dabei das Zelt. Sie glauben, es sei verlassen, als sich plötzlich der Reißverschluss öffnet und die Frau auftaucht.

Sheriff von Utah County: Sie hat sich bewusst dafür entschieden

Sie ist sehr dünn und schwach, aber sie hat überlebt. "Sie hatte eine kleine Menge Essen bei sich, und sie sagte, sie habe nach Gras und Moos gesucht, um zu überleben", so das Sheriff-Büro. Die Frau habe auch Zugang zu einer "ausreichenden Wasserversorgung" in einem nahegelegenen Fluss gehabt. "Wir gehen davon aus, dass sie sich freiwillig und bewusst dazu entschieden hat, in der Gegend zu leben."

Sie hat kein Gesetz gebrochen und darf zurück, wenn sie will

Sie wird ins Krankenhaus gebracht, dort soll auch ihre psychische Gesundheit beurteilt werden. Körperlich gehe es ihr abgesehen von der Schwäche und der Unterernährung gut. Das USCO stellt klar, dass die Frau gegen keinerlei Gesetz verstoßen habe. Wenn sie nach dem Krankenhausaufenthalt wieder in das Gebiet zurückkehren möchte, dürfe sie das tun.

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RTL.de/uvs/stz

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