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Vermisster Zehnjähriger aus Grefrath Bundeswehr sucht mit Tornado-Flugzeugen nach Mirco

Mit Tornado-Flugzeugen hat sich die Bundeswehr der Suche nach Mirco aus Grefrath angeschlossen. Wärmebildkameras machten Fotos aus der Luft, doch noch immer fehlt von dem Jungen fast jede Spur.

Die Bundeswehr hat sich mit Tornado-Flugzeugen an der Suche nach dem vermissten Mirco aus Grefrath beteiligt. Die Polizei in Mönchengladbach bestätigte entsprechende Informationen des Online-Portals der "Rheinischen Post" (RP) vom Freitagmorgen, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen. Dem RP-Bericht zufolge sollen die Tornados der Luftwaffe das Suchgebiet in der Nacht zum Donnerstag sowie in der Nacht zum Freitag überflogen und Fotos mit speziellen Wärmebildkameras gemacht haben. Die Aufnahmen sollen Hinweise auf den Vermissten geben. Von dem zehnjährigen Jungen fehlt seit fast zwei Wochen jede Spur.

Nach der Vorstellung des Vermisstenfalls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" am Mittwochabend sind die Telefone bei der Polizei heiß gelaufen. Die Leitungen seien zeitweise überlastet gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Mönchengladbach. Insgesamt seien weit über 300 neue Hinweise eingegangen. Die Ermittler stuften einige Hinweise als vielversprechend ein. Eine "superheiße Spur" sei aber wohl nicht dabei, sagte der Sprecher. Die flächendeckende Suche nach Mirco soll eingestellt werden.

Die Suche wurde unterdessen auch am dreizehnten Tag nach Mircos Verschwinden fortgesetzt. Zwei Hundertschaften der Polizei durchkämmten ein Gebiet entlang der Landstraße 39, auf dem ein Fahrzeug gefahren sein könnte, in dem Mircos mutmaßlicher Entführer saß. Zudem suchten die Beamten nördlich der Autobahn 40 nach Spuren, die Hinweise auf den Verbleib des Zehnjährigen geben könnten. Nachdem Kleidungsstücke gefunden wurden, hoffen die Ermittler darauf, auch noch das Handy des Jungen zu entdecken.

Am Freitag soll die flächendeckende Suche nach dem Zehnjährigen allerdings eingestellt werden. Dann sei ein Gebiet von rund 50 Quadratkilometern abgesucht worden, sagte der Polizeisprecher. Eine Hundertschaft werde aber weiterhin in Bereitschaft bleiben. Wenn konkrete Hinweise auf den Verbleib des Jungen eingingen, könnten die Einsatzkräfte sofort weitersuchen.

Polizei geht von Täter aus der Region aus

Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass der Täter aus dem regionalen Umfeld stammt. Zudem vermutet sie, dass der Täter Mirco an der Stelle in seine Gewalt genommen hat, an der später das Fahrrad des Zehnjährigen gefunden wurde.

Am Mittwochabend war in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" bekannt gegeben worden, dass nach einer gefundenen Hose auch ein T-Shirt eindeutig dem vermissten Mirco zugeordnet werden kann. Die Hoffnung, den Jungen noch lebend zu finden, werde angesichts der Spurenlage und der bislang erfolglosen Suche immer geringer, sei aber weiterhin vorhanden, hieß es. Der Polizeisprecher appellierte an mögliche Zeugen, jede verdächtige Beobachtung an die Polizei zu melden. Insgesamt gingen inzwischen rund 1.200 Hinweise bei der Polizei ein.

Mirco war am Abend des 3. September zuletzt an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Skater-Anlage in Grefrath gesehen worden. Von dort aus wollte er laut Polizei mit dem Fahrrad nach Hause fahren, kam aber dort nicht an.

DPA/APN DPA

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