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Video Achtung, Schafe!

Diese Bilder wurden nicht auf einer Weide aufgenommen, sondern mitten und er spanischen Hauptstadt Madrid. Die alljährliche Schafwanderung stand an und so zogen am Sonntag Tausende Schafe nebst SchäferInnen durch die Stadt, profitierten von den für Verkehr gesperrten Straßen. "Wir sind hier, um die alten Pfade der Königlichen Viehrouten für uns zu beanspruchen. Auf ihnen wurde Vieh durch ganz Spanien getrieben, von Castilla Leon bis in die Estremadura und auch bis runter nach Andalusien. Das sind die Königlichen Viehrouten. Wir kommen jedes Jahr hier her, um daran zu erinnern." Die Hirten nehmen damit ein uraltes Recht der Wegemutzung in Anspruch, selbst wenn die eins teils einsamen Wege heute mitten in der Stadt liegen. Ein Akt der Erinnerung, aber auch des Protestes. Denn die Hirten befürchten, dass ihnen dieses Recht entzogen werden könnte. Der die Schaulustigen ist der Schafdruchtrieb jedes Mal ein Ereignis. "Ganz toll, ich komme jedes Jahr her und heute zum ersten Mal mit meinen Kindern, wir hatten Spass." "Ich hätte nicht gedacht, dass wir so nah an sie herankommen. Die Menschen haben die Tiere sogar berührt und gestreichelt." "Es ist doch toll, dass wir mit den Kindern kommen können, so lernen sie etwas über die Tiere, dass sie im Winter und Sommer an verschiedenen Orten leben, über die Natur und die Tradition." Im vergangenen Jahr hatte die pausieren müssen. Umso größere die Freude, die Tiere in diesem Jahr wieder zu sehen.
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In Madrid stand am Sonntag der Verkehr für einige Stunden still, denn nach einer coronabedingten Auszeit im vergangenen Jahr waren am Wochenende die Schafe und Ziegen zurück - nebst Hirten und musikalischer Begleitung.

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