VG-Wort Pixel

Video Ampelkoalition geht Fachkräfte-Einwanderung an

STORY: Es geht um die Chancen von Arbeitskräften aus Staaten außerhalb der Europäischen Union auf dem deutschen Jobmarkt. Das Bundeskabinett hat Eckpunkte für eine Reform des Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes im kommenden Jahr beschlossen. Das betrifft nicht nur anerkannte Fachkräfte. Die Eckpunkte mit 23 Seiten sehen auch eine "Chancenkarte zur Arbeitssuche" vor. Die soll auf einem neuen Punktesystem und nicht allein auf Qualifizierung beruhen. Neue Zuwanderungsmöglichkeiten soll es auch für ungelernte Arbeitskräfte geben, wenn dafür in bestimmten Branchen ein Bedarf gesehen wird. Fünf Ministerien verständigten sich gemeinsam auf die Eckpunkte, die am Mittwoch von beteiligten Ampel-Koalitionären mit viel Lob vorgestellt wurden. O-Ton Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesbildungsministerin: "Das Kabinett hat heute etwas auf den Weg gebracht, was längst überfällig ist." O-Ton Robert Habeck (Grüne), Bundeswirtschaftsminister: "Es ist ein Gesetz, das nach vorne weist, das offensiv ist, das offensiv für eine Gesellschaft der Vielen wirbt und sagt: Wir brauchen die Fachkräfte auch aus anderen Regionen der Welt." O-Ton Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin: "Es wird das modernste Gesetz Europas zur Einwanderung, zur Fachkräfte-Einwanderung. Und es ist nicht zuletzt die Wirtschaft, die uns sagt, dass dieses Gesetz zwingend notwendig ist.” O-Ton Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister: "Wir werden alle Register ziehen, die Potenziale im Inland zu heben. Von der Ausbildung über die Weiterbildung, über die Erwerbsbeteiligung von Frauen, über die Inklusion am Arbeitsmarkt gilt es, alle Register zu ziehen, damit dafür gesorgt wird, dass Fachkräftemangel nicht zur Wachstumsbremse wird. Und wenn wir das alles getan haben, wird es nicht reichen. Wir brauchen ergänzend qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland." Die Fachkräfte-Einwanderung soll laut Koalition auf drei Säulen beruhen. Sie orientieren sich an der Anerkennung von akademischen und beruflichen Abschlüssen, an der Berufserfahrung und am Potenzial möglicher Arbeitskräfte. Neu ist unter anderem, dass anerkannte Fachkräfte nicht mehr nur in ihrem angestammten Beruf arbeiten dürfen. In der Wirtschaft werden die Eckpunkte überwiegend begrüßt.
Mehr
Die Bundesregierung will den Arbeitsmarkt so weit wie noch nie für Arbeitskräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union öffnen.

Mehr zum Thema

Newsticker