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Video Bitcom:Cyber-Gefahr wächst

Nahezu die komplette Wirtschaft ist einer Studie des Digitalverbands Bitkom zufolge von Cyber-Attacken betroffen. Niemand könne sich da wegducken, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg am Donnerstag in Berlin. Vor allem im Mittelstand habe es vergangenes Jahr deutliche Zuwächse bei Angriffen gegeben. Cyber-Angriffe seien heute eine zentrale Bedrohung für viele Unternehmen. Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entstehe der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. O-TON ACHIM BERG, PRÄSIDENT BITKOM ("Und die Pandemie hat es dann leider auch den Angreifern einfacher gemacht. Weil in 59 Prozent der Unternehmen, in denen auch mobil gearbeitet wird, gab es seit Corona IT-Sicherheits-Vorfälle, die gerade auf die Arbeit im Homeoffice zurückzuführen sind und auf mangelnde Absicherung im Homeoffice. Also das ist, es genügt einfach nicht nur, die Mitarbeiter einfach nur nach Hause zu schicken zum Arbeiten. Die Geräte müssen gesichert werden, die Kommunikationskanäle müssen geschützt sein, und auch die Belegschaft muss auch für Gefahrenquellen sensibilisiert werden. Das ist auch ganz wichtig. Und wer das nicht tut, der verhält sich wirklich fahrlässig. Auch hier mal ganz deutlich gesagt.") SINAN SELEN, der VIZEPRÄSIDENT DES BUNDESAMTES FÜR VERFASSUNGSSCHUTZ, sagte: "Unser gemeinsames Ziel ist deshalb, die Resilienz der deutschen Wirtschaft zu erhöhen durch ein valides Lagebild, durch Sensibilisierung, durch Prävention, zielgerichtete Detektion und Reaktion bei erkannten Schwachstellen." Bitkom hatte zuletzt nach eigenen Angaben mehr als 1000 Firmen aus allen Branchen befragt. 86 Prozent davon gaben an, bei ihnen sei 2020 durch Cyber-Attacken ein Schaden verursacht worden. 2019 waren dies erst 70 Prozent.
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Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entstehe der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro.

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