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Video Corona, Klima und andere Dinge: Merkel zieht Bilanz

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin: "Das heißt also, es ist einiges passiert. Und wir sollten nicht so tun, als wenn nichts passiert ist. Aber gemessen - und da haben Sie vollkommen Recht - gemessen an dem Ziel, deutlich unter zwei Grad oder möglichst nahe an 1,5 Grad Celsius Anstieg, ist nicht ausreichend viel passiert. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern das gilt für sehr, sehr viele Länder auf der Welt. Und deshalb muss das Tempo angezogen werden. Was den Corona-Verlauf als Ganzes anbelangt, so haben wir sehr, sehr vieles richtig gemacht, sowohl was den Schutz unserer Wirtschaft anbelangt. Unser Gesundheitssystem hat sich als sehr leistungsfähig herausgestellt. Wir konnten anderen Ländern helfen in der Pandemie, auch unseren Nachbarstaaten. Und wir haben an einigen Stellen einige Dinge nicht so gut gemacht. Zum Beispiel die Altenheime zu schützen. Das hat lange gedauert, bevor das geklappt hat. Wir haben eine tolle Bundeswehr gehabt, viele freiwillige Helfer. Also insgesamt würde ich sagen, sowohl was die wirtschaftlichen Konsequenzen anbelangt, als auch was die gesundheitlichen Auswirkungen anbelangt, wenn sich da Vergleichskurven anschauen, gibt es viele Länder, die dann einen schwierigeren Stand haben. Was meine Amtszeit schon durchzogen hat immer ist, dass wir halt nicht alleine mit nationaler Politik unsere Herausforderungen bewältigen können, sondern dass wir Teil einer Weltgesamtheit sind. Und das ist ja auch das Thema, was wir beim Klima sehen. Wobei es ja nie heißen kann, weil alle dazu beitragen und Deutschland nur zwei Prozent des CO2-Ausstoßes weltweit hat, ist das jetzt eine Legitimation zu wenig zu tun, sondern wir alleine werden das Weltklima nicht verändern können und wir alleine werden die Pandemie nicht bekämpfen können. Aber die Art und Weise, wie wir es machen, kann ein Beispiel sein für andere, dem zu folgen. Und das ist auch das Verständnis, das wir haben sollten. Und was ich einbringen konnte, ist glaube ich, ein ziemlich gutes gesamtdeutsches Wissen, weil ich das von der DDR ja wusste. Und Bundeskanzlerin kann man mit Sicherheit nur werden, wenn man dann auch alles weiß oder möglichst viel weiß, wie es in der alten Bundesrepublik gelaufen ist. Es gibt Teile, die kann ich nicht mehr nachholen. Ich bin nie in einem alten Bundesland in die Schule gegangen. Das heißt, ich weiß nicht, wie es sozusagen in der Bundesrepublik Deutschland mit der Kultushoheit ist. Ich bin nie in einem alten Bundesland umgezogen. In der DDR wäre das kein Thema gewesen, weil man einfach einen zentralen Schulplan hatte. Und so fehlen mir natürlich bestimmte Bruchstücke. Aber ich glaube, das Gesamtsystem kenne ich recht gut. Wir sind verpflichtet, als Regierungschefs, ich als deutsche Regierungschefin, mit anderen gut zusammenzuarbeiten. Ich habe oft erlebt, dass ganz unterschiedliche Ausgangspositionen trotzdem zu sehr fruchtbringende Gesprächen geführt haben und auch zu Lösungen, wo man vorangekommen ist. Ich habe erlebt, dass ich unglaublich viel lernen konnte über die Kultur anderer Länder und auch das Fühlen und Denken. Indem man, indem ich mich auf vertrauensvolle Gespräche eingelassen haben. Ich habe Menschen getroffen, die sind in hohem Maße auch meiner Meinung. Nun könnte man denken, dass es dann immer besonders einfach ist, ist es ja auf eine bestimmte Art auch. Aber ich habe es auch immer als sehr herausfordernd im guten Sinne empfunden, Menschen zu treffen, als Staats- und Regierungschefs, die ganz anders an die Dinge herangehen, und deshalb habe ich viele, viele gute Erfahrungen gemacht und auch in den aller, allermeisten Fällen erlebt, dass Vertrauen herrscht zwischen Regierungschefs und dass da auch ab und an kleine Enttäuschungen dazugehören, das ist klar."
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag vor der Hauptstadtpresse Bilanz ihrer Regierungszeit gezogen.

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