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Video Erweiterter Dax startet im Minus

Der auf 40 Werte erweiterte Dax startet mit deutlichen Verlusten in seines neues Zeitalter. Der deutsche Leitindex gab zur Eröffnung am Montag 1,5 Prozent auf 15.258 Punkte nach und weitete seine Verluste im späteren Handel noch aus. Die Börsen würden auf einen stürmischen Herbst zusteuern, hieß es auf dem Parkett. Dabei gebe es derzeit viel Unsicherheit, sagte Robert Halver von der Baader Bank: "Der Dax erlebt heute das Trio infernale, die dreifache Unsicherheit. Erstens: diese Woche die große Sitzung der US-Notenbank, die ja bezogen auf die Inflationsbeschleunigung, vielleicht was machen könnte. Dann haben wir das Thema in China Evergrande ist de facto pleite. Ist das der Lehman-Moment der Chinesen mit weltweiter Ausstrahlung? Und natürlich am Sonntag, kommenden Sonntag die Bundestagswahl. So viel Unsicherheit reicht, um den Dax auch mal zu zügeln." 34 Jahre nach seiner Einführung wurde der Dax zum Handelsstart am Montag von 30 auf 40 Werte erweitert. Das größte Schwergewicht unter den zehn Neulingen ist der französisch-deutsche Flugzeugbauer Airbus, dessen Aktien aber überwiegend an der Pariser Börse gehandelt werden. Allein drei Dax-Werte tragen nach dem Aufstieg des Medizintechnik-Konzerns Siemens Healthineers den Namen Siemens. Die geplante große Feier auf dem Frankfurter Börsenparkett fiel allerdings wegen der Corona-Pandemie aus. "Der Dax hat jetzt den Vorteil, dass er mehr Wachstumswerte aufgenommen hat. Wir haben jetzt e-commerce dabei, was bisher nicht so der Fall war. Wir haben auch typische Biotechnologiewerte stärker dabei. Uns fehlt natürlich der Hightech-Sektor, wir haben kein Biontech mit dabei. Aber wichtig ist, längerfristig, mehr Aktienkultur wird dazu führen, dass wir einen Dax 100 bekommen. Da müssen wir auch hinkommen. Zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählte die Lufthansa mit einem Kursminus von 2,6 Prozent auf acht Euro. Die Fluggesellschaft will rund zwei Milliarden Euro frisches Kapital aufnehmen und damit den Bund als Miteigentümer weitgehend loswerden. Der Schritt komme zwar nicht überraschend, aber der Preis von jeweils 3,58 Euro für die neuen Papiere und die Verdoppelung der Zahl der ausgegebenen Anteilsscheine drücke auf den Kurs, sagte ein Börsianer.
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Zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählte die Lufthansa.

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