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Video Frau Komuro verlässt das Kaiserhaus

Die Verbeugung vor den kronzprinzlichen Eltern, die japanische Version des europäischen Hofknickses. In Tokio hat Prinzessin Mako formell Abschied von ihrer Familie genommen. Für ihre Schwester Kako gab es eine kurze Umarmung, bevor Mako in die Limousine stieg. Genau genommen trat sie diesen Weg schon nicht mehr als Prinzessin an. Denn am Dienstag hatte sie ihre Studienliebe geheiratet, den Bürgerlichen Kei Komuro. Ohne Pomp und Zeremonie, nur eine Unterschrift unter einem Dokument. Damit schied sie aus dem kaiserlichen Haus aus und verlor ihren Titel als Prinzessin von Akishino. Außerdem hatte Mako angekündigt, auf ihre millionenschwere Mitgift verzichten zu wollen. Letztes darf als Zugeständnis an die japanische Öffentlichkeit gewertet werden, denn die hatte es der Tochter des Kronprinzen und Nichte des Kaisers in den vergangenen Jahren alles andere als einfach gemacht. Bereits im Jahr 2018 hatten Mako und Kei heiraten wollen. Doch im Jahr zuvor erschütterte ein Finanzskandal die Familie des Bräutigams. Die japanischen Medien überschlugen sich, Gegner der Verbindung gingen auf die Straße, die Hochzeit wurde verschoben und der Verlobte verließ das Land in Richtung USA, um Gras über die Sache wachsen zu lassen. Auch an Mako ging der Skandal nicht spurlos vorüber. Das ansonsten schweigsame, als erzkonservativ geltende Hofamt ließ verlautbaren, die Prinzessin leide in Folge der negativen Berichterstattung an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie selbst sprach - ungewöhnlich für japanische Verhältnisse - öffentlich von falscher Berichterstattung und großer Traurigkeit. Noch am Dienstag gingen Demonstranten auf die Straße, um sich der Hochzeit entgegenzustellen. Ihr Ausscheiden aus der kaiserlichen Familie dürfte sie aus der Schusslinien nehmen. In Zukunft wird sie mit ihrem Mann in New York leben. Als Mitglied des Kaiserhauses besaß Mako bisher keinen Pass - als Bürgerliche wird sie nun einen erhalten - ein weiteres Zeichen für einen Schritt in ein neues, hoffentlich unbekümmerteres Leben.
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Mit ihrer Hochzeit am Dienstag hat Mako von Japan alle Titel und kaiserlichen Vorrechte verloren und wird in Zukunft an der Seite ihres Mannes in New York leben. Kurz nach der Eheschließung nahm sie Abschied von ihren Eltern.

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