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Video Great Barrier Reef könnte Weltnaturerbe-Status verlieren

STORY: Die UNESCO will das australische Great Barrier Reef als bedrohtes Weltnaturerbe einstufen. Das größte Korallenriff-Ökosystem der Welt sei durch den Klimawandel und die Erwärmung der Ozeane erheblich beeinträchtigt, begründete das UN-Gremium seine Empfehlung am Dienstag . Die Regierung in Canberra setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das Riff nicht auf die Liste der gefährdeten Orte gesetzt wird. Es könnte sonst den Status "Weltnaturerbe" verlieren. Die Anziehungskraft auf Touristen würde dadurch vermutlich geschmälert. Im vergangenen Jahr war Australien einer Einstufung des Riffs als "gefährdet" noch entgangen. Umweltministerin Tanya Plibersek sagte, es gebe keinen Grund, das Great Barrier Reef auf diese Weise auszugrenzen. "Der Grund, warum die UNESCO in der Vergangenheit einen Ort als gefährdet eingestuft hat, war, dass sie größere staatliche Investitionen oder größere staatliche Maßnahmen sehen wollten, und seit dem Regierungswechsel ist beides geschehen. Wir glauben, dass es wichtig ist zu sagen: Ja, der Klimawandel ist eine Gefahr für Ökosysteme wie das Great Barrier Reef, aber das bedeutet, dass er eine Gefahr für jedes Riff auf der Welt ist." Australiens kürzlich gewählte Labor-Regierung hat zugesagt, in den kommenden Jahren umgerechnet fast 800 Millionen Euro für den Schutz des Riffs auszugeben. Im September verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das bis 2050 einen Netto-Null-Ausstoß von klimaschädlichen Gasen vorsieht.
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Die UNESCO empfiehlt, das größte Korallenriff-Ökosystem der Welt als "gefährdet" einzustufen. Die australische Regierung versucht seit Jahren, das zu verhindern.

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