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Video Klimaforscher: Die EU braucht Partner weltweit, um Klimaziele zu erreichen

Die EU-Kommission hat für ihre neue Klimaschutzinitiative Beifall, aber auch Kritik aus Wirtschaft und Wissenschaft geerntet. Manche Forscher fordern, dass man noch beherzter vorgehen müsse, mit höheren Emissionsminderungszielen und insbesondere bei den Ausbauzielen für erneuerbare Energien. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Instute for Global Commons and Climate Change in Berlin, zieht jedoch erstmal eine positive Bilanz: "Also ich glaube, dass das Paket, das gestern die Kommission vorgestellt hat, ein sehr angemessenes Paket ist, die Ziele zu erreichen, die wir uns in Europa gesetzt haben. Natürlich braucht Europa noch Partner wie USA und China, um den Anstieg der globalen Mitteltemperatur zu begrenzen auf unter zwei Grad, am besten auf 1,5 Grad. Aber Europa hat hier einen großen Schritt gemacht und es ist das größte Reformprogramm weltweit, das jetzt vorgelegt worden ist. Und das ist sehr, sehr weitreichend und wird auch einen Strukturwandel der europäischen Wirtschaft auslösen, der aus meiner Sicht historisch sein wird." Edenhofer fügt aber auch hinzu, dass viele Einzelaspekte noch nicht ausbuchstabiert seien. Es werde sicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben. Aber diese Schwierigkeiten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, wie ehrgeizig, und wie ambitioniert die Ziele der EU seien. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betont die Unumkehrbarkeit des Green Deal der EU: "Wenn es darum geht, die einzelnen Maßnahmen zu prüfen und zu diskutieren, muss es natürlich möglich sein, dann auch Vorschläge zu überprüfen, Vorschläge zu modifizieren, aber ich kann Ihnen zu sagen, dass ich für jeden Punkt, wo wir glauben, dass möglicherweise etwas auch nicht in die richtige Richtung geht, wir Gegenvorschläge machen werden, die mindestens einen ähnlich großen Klima-Effekt haben werden. Denn es geht darum, dass wir gar keinen Zweifel aufkommen lassen, dass mit dem Green Deal der Weg zur Klimaneutralität unumkehrbar geworden ist." Eine positive Rückmeldung kommt auch von der Automobilindustrie. Sie erklärte, sie unterstütze das Ziel, Europa als ersten Kontinent der Welt bis spätestens 2050 klimaneutral zu machen.
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Er betont, dass Europa einen großen Schritt gemacht hat und dass es das größte Reformprogramm weltweit ist.

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