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Video Kongress fordert Ende der Todesstrafe

STORY: Sie wollen ein Zeichen gegen die Todesstrafe setzen. In Berlin läuft seit Dienstag der achte internationale Kongress zur Abschaffung der Todesstrafe. Rund 50 Staaten weltweit wenden sie derzeit noch an. Es gebe viele Argumente gegen die Todesstrafe - Grundsätzlich habe kein Staat das Recht, seinen Bürgern das Leben zu nehmen, sagten Außenministerin Annalena Baerbock und Bundesjustizminister Marco Buschmann: O-Ton Annalena Baerbock: "Besonders oft wird die Todesstrafe auch in autoritären Regimen zur Unterdrückung von Oppositionellen eingesetzt. Wir erleben das gerade wieder in Iran, wo ein Todesstrafenurteil jetzt ausgesprochen worden ist, gegen eine Person, die nichts anderes getan hat, als für ihre freiheitlichen und bürgerlichen Rechte einzutreten." O-Ton Marco Buschmann: "Die Todesstrafe ist grausam. Ihre Vollstreckung birgt immer die Gefahr von Justizirrtümern, die nicht wieder gutzumachen sind. Und der Nutzen der Todesstrafe durch eine vermeintlich bessere Abschreckung im Vergleich zur Freiheitsstrafe ist nicht erwiesen. Auf so zweifelhafter Grundlage sollte kein Staat der Welt das Recht haben, einen Menschen zu töten. Im Zweifel steht man eben nicht auf der Seite des Todes. Wir jedenfalls stehen auf der Seite des Lebens." Baerbock sieht nach eigener Aussage Fortschritte, aber noch kein Ende im weltweiten Kampf gegen die Todesstrafe. Fast 100 Staaten hätten die Todesstrafe in den vergangenen 50 Jahren abgeschafft, einige davon in jüngster Zeit. Sierra Leone habe dies zum Beispiel im vergangenen Jahr getan.
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Grundsätzlich habe kein Staat das Recht, seinen Bürgern das Leben zu nehmen, sagten Außenministerin Annalena Baerbock und Bundesjustizminister Marco Buschmann.

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