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Video Merz und Söder wollen Verhältnis der Schwesterparteien verbessern

Auf dem CDU-Parteitag am Samstag haben die Chefs von CDU und CSU, Friedrich Merz und Marcus Söder, angekündigt, ein neues Kapitel in der Beziehung der Schwesterparteien aufzuschlagen. Söder entschuldigte sich für die Zerrüttung des Verhältnisses im vergangenen Jahr und forderte einen Neuanfang. "Obwohl der Vorsatz immer es gut zu machen, zusammen zu machen, ist es dann eigentlich umso bedauerlicher, dass es uns im letzten Jahr gemeinsam nicht so gelungen ist. Es tut uns leid und es tut mir leid. Und es muss und wird anders werden. Wir wollen das und wir wissen, dass es so sein muss." CDU und CSU werden zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass die Union zu guter Stärke zurückkehre, versprach der neu-gewählte Parteichef Friedrich Merz. "Und wenn wir das gut und richtig machen, dann haben wir eine gute Zukunft. Dann haben wir viel Zustimmung zu erwarten, nicht nur innerhalb unserer Parteien, sondern auch von den Wählerinnen und Wählern in Deutschland. Lieber Markus, die Hand von Dir ist ausgestreckt, meine ergreift sie. Ich freue mich, dass wir zusammenarbeiten, zwei Parteivorsitzende in zwei Parteien und einer Union. Mit 875 Stimmen, mehr als 90 Prozent, wurde Mario Czaja zum CDU-Generalsekretär gewählt. Der Ost-Berliner soll Merz an der Spitze ergänzen und wichtige, vielfältige Perspektiven mit einbringen. "Ich bin optimistisch und zuversichtlich, dass uns das gelingt, dass wir die CDU in diesem jetzigen geschichtlichen Moment, wo wir in der Opposition sind, ja, aber wo wir uns von innen heraus modernisieren und damit weiterhin eine Volkspartei der Mitte sein werden, dass wir es schaffen werden, eine verbindende Volkspartei zu bleiben." Die CDU hat sich nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl damit personell völlig neu aufgestellt. Im vergangenen Jahr hatten sich Söder und Merz Vorgänger als Parteichef Armin Laschet einen erbitterten Streit um die Kanzlerkandidatur geliefert. Der neue CDU-Chef Friedrich Merz erhielt am Samstag auf dem virtuellen Parteitag 94,6 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen. Die neuen Vizechefs der größten Oppositionspartei sind nun die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Andreas Jung, der frühere Chef der Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, sowie die schleswig-holsteinische Kultusministerin Karin Prien. Bei der Wahl für das Präsidium eroberte unter anderen der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn einen Platz.
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Auf dem Parteitag der CDU wurde außerdem Mario Czaja zum CDU-Generalsekretär gewählt. Der Ost-Berliner soll den neuen Parteichef Merz an der Spitze ergänzen.

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