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Video Probewählen für die Zukunft

Am Sonntag ist Bundestagswahl, Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren sind zur Abgabe der Stimme berechtigt. Für diese Jugendlichen an der Gesamtschule Windeck ist das noch ein bisschen hin. Dennoch durften sie am Dienstag schon mal probe wählen - bei der Jugendwahl, nach dem Modell der Bundeszentrale für politische Bildung. Nadine Schwan leitet die Juniorwahl: "Also wir haben zu Beginn eine gewisse Nervosität bei den Schülerinnen und Schülern gemerkt. Zum ersten Mal wählen gehen zu dürfen. Aber gleichzeitig ist das Interesse immer weiter gewachsen. Man hat auf einmal Schüler gehabt, die zu einem kamen und gefragt haben. Haben Sie das Triell geguckt, haben sie den Vier-Kampf geguckt ? Und man hat gemerkt, dass die Schülerinnen und Schüler über Politik sprechen, über diese Wahl diskutieren, um sich eine Meinung nachher auch bilden zu können ." Schülersprecher Sandro bestätigt das, auch seine Mitschüler Paul und Richard finden die Jugendwahl sinnvoll. "Man hat die Chance mal so reinzukommen, mal zu sehen, wie das dann später auch sein wird, weil die meisten haben auch wenig Erfahrung. Was heißt wählen? Wen soll ich überhaupt wählen? Die meisten sind so unentschlossen. Weil bei uns kommen viele Parteien sehr schlechter. Besonders die großen Parteien. Und ich glaube, das ist eine gute Sache, wenn man mal hier hinkommt und sich ein bisschen auseinandersetzt damit und dann schon mal eine eigene Partei gewählt hat." "Die Stimmen werden ja auch an den Bundestag geleitet und ich finde es schon wichtig, dass der Bundestag weiß, was sich Personen, Kinder, Schüler, die halt nicht wählen dürfen, denken. Die Politik, weil dass die Schüler, die am Ende später, wenn sie erwachsen sind, auch in der Politik sitzen teilweise und auch das Land regieren." "Ich finde erst einmal wichtig, dass die Schülerinnen und ich jetzt erstmal anfangen politischer zu denken. Also wir kriegen schon mal ein Gefühl dafür, wie es später sein wird, wenn wir erwachsen sind, volljährig sind. Finde ich sehr wichtig, dass hier auch solche Juniorwahlen stattfinden." Zumindest hier an der Gesamtschule Windeck klingt das nicht nach Politikverdrossenheit, sondern nach Neugier auf das, was sich durch Anteilnahme und die Abgabe der eigenen Stimme so ändern ließe.
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An einer Gesamtschule in Windeck durften Schüler unter 18 Jahre am Dienstag ihre Stimme abgeben - als praktische Übung zur Demokratie.

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