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Video Proteste in China treiben europäische Anleger um

STORY: Die Proteste in China gegen die strenge Null-Covid-Linie der Regierung setzen den europäischen Aktienmärkten zu. Der deutsche Leitindex Dax und sein europäisches Pendant EuroStoxx50 fielen am Montagmorgen um jeweils knapp ein Prozent auf 14.405 beziehungsweise 3.931 Zähler. Robert Halver von der Baader Bank mit seiner Einschätzung zum Wochenstart an der Frankfurter Börse: "Es gibt zwei Dinge, die sind marktbeherrschend. Auf der einen Seite stellen wir fest, die Zinsen gehen ein Stück weit runter. Das negative Thema ist allerdings, dass in China im Augenblick die Null-Covid-Strategie weitergeht, aber dass die Bevölkerung sehr mürrisch, sehr ungehalten darauf reagiert. Und China ist im Augenblick ein großes Fragezeichen. Und wir wissen ja alle: Wir brauchen die Chinesen für die Weltwirtschaft." Halver betonte unter anderem auch den wichtigen Aspekt der Zins-Politik: "Ich gehe davon aus, dass wir weiterhin einen Zinstrend bekommen werden, der eher nach unten gedrückt wird. Das ist für die Börsen sehr positiv. Damit kann man eben das Problem, dass die Konjunktur im nächsten Jahr nicht die beste sein wird, ein bisschen wegmachen. Wir haben in den letzten Jahren immer gesehen, dass Zinsthema ist viel wichtiger als das Kulturthema." Und wie die chinesische Regierung mit den anhaltenden landesweiten Protesten gegen die Null-Covid-Strategie weiter verfährt, bleibt zum Wochenstart vorläufig unklar. Hoffnungen insbesondere der Wirtschaft, dass China seine Null-Covid-Politik wegen der Auswirkungen auf die Konjunktur lockern könnte, haben sich wegen des Anstiegs der Infektionszahlen zurzeit wieder weitgehend zerschlagen.
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Hoffnungen insbesondere der Wirtschaft, dass China seine Null-Covid-Politik wegen der Auswirkungen auf die Konjunktur lockern könnte, haben sich wegen des Anstiegs der Infektionszahlen weitgehend zerschlagen.

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