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Video Rekord bei Briefwahl

Der Trend zur Briefwahl ist ungebrochen: Immer mehr Menschen meiden den Weg ins Wahllokal und machen ihr Kreuzchen lieber daheim am Küchtisch. Aus Angst vor der Corona-Pandemie oder aus anderen Gründen. Großstädte wie Berlin und Frankfurt am Main melden bei den beantragten Briefwahlunterlagen Rekordzahlen. Bei der kommenden Bundestagwahl rechnen Experten mit rund 40 Prozent Briefwählern, einem so großen Anteil wie bislang noch nie. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Auch bei diesen Wählerinnen und Wählern in Neustadt an der Weinstraße spielt das Thema Briefwahl eine wichtige Rolle: "Ja, Briefwahl hat dort den Vorteil, dass man mal in aller Ruhe die Entscheidung treffen kann. Obwohl ich schon, seitdem ich wählen kann, fast immer die gleiche Partei wähle." "Ich habe schon abgegeben, meine Briefwahl, schon vor paar Tagen. Also, ich bin schon fertig." "Also, das Ding ist ich, ich schau da schon noch drauf. Aber für mich ist eigentlich schon meine Meinung klar." "Letztendlich habe ich es aber doch beantragt und meine Erststimme steht schon fest, da ich einfach überzeugt bin von demjenigen, derjenigen. Was die Zweitstimme angeht, politische Entwicklungen vollziehen sich bis kurz vor Schluss." Bundeswahlleiter Georg Thiel forderte die Menschen dazu auf, ihre Briefwahlunterlagen rechtzeitig abzuschicken, damit jede Stimme berücksichtigt werden könne. Es bestehe außerdem bereits seit einiger Zeit die Möglichkeit, die Wahlunterlagen bei der Wahlbehörde abzugeben. Das sei noch bis 18 Uhr am Sonntag möglich. Die Auszählung der Briefwahlstimmen startet wie die Auszählung der Urnenwahlstimmen am Sonntag ab 18.00 Uhr. Kritik an der Briefwahl wies Thiel im ZDF-Morgenmagazin zurück. Die Möglichkeit der Briefwahl bestehe in Deutschland seit 1957. Seitdem habe es keine größeren Vorfälle gegeben, die das Ergebnis der gesamten Wahl irgendwie beeinträchtigt hätten.
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Bei der kommenden Bundestagswahl werden so viele Wählerinnen und Wähler ihre Stimme per Brief abgeben wie nie zuvor.

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