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Video Scheidende Kanzlerin: Merkel in Albanien

Empfang mit militärischen Ehren und Nationalhymne - in Albanien ist Kanzlerin Angela Merkel zu einem ihrer letzten Auslandsbesuche eingetroffen. In Tirana wurde sie von Ministerpräsident Edi Rama empfangen. Merkel mahnte zu einer rascheren Anbindung der sechs Westbalkan-Staaten an die EU und warnte vor einer Blockade durch EU-Länder. Der EU-Beitritt sei im "geostrategischen Interesse" der EU und auch Deutschlands. "Mein Herz wird auch für diese Region schlagen, selbst wenn ich politisch nicht mehr in dem Amt, das ich jetzt gekleide sein werde. Wie gesagt, die Sonne wird mich vielleicht reizen, aber auch die Entwicklung dieser Länder. Wir wünschen uns sehr, dass Wohlstand, Prosperität, Arbeitsplätze, Stabilität, Frieden in dieser Region dauerhaft erhalten bleiben und dafür lohnt es sich zu arbeiten. Ich gehe in jedem Falle davon aus, egal wie die die deutschen Wahlen ausgehen, dass es von deutscher Seite eine große Kontinuität geben wird im Interesse an dieser Region." Merkel hatte 2014 den sogenannten Berliner Prozess initiiert, der die regionale Zusammenarbeit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken vorantreiben soll. Hintergrund ist zum einen, dass es bis heute Spannungen zwischen einzelnen Ländern gibt und dies wie etwa der Territorialkonflikt zwischen Serbien und der früheren serbischen Teilrepublik Kosovo auch die Annäherung an die EU bremst. Merkel betonte, dass der Berliner Prozess aber kein Ersatz für die EU-Beitrittsperspektive sei.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine raschere Anbindung der sechs Westbalkan-Staaten an die EU angemahnt und vor einer Blockade durch EU-Länder gewarnt.

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