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Video Selenskyj stimmt Ukrainer auf kalte und dunkle Tage ein

STORY: Die Wohnung in der ukrainischen Stadt Cherson, in der Oleksandr Antonenko mit seiner 82-jährigen Mutter lebt, ist nach einem russischen Raketenangriff vor wenigen Tagen schwer beschädigt. Fenster wurden herausgesprengt und eine Wand zerstört. Trotz der schwierigen Bedingungen wollen Oleksandr und seine Mutter hier bleiben. Immerhin: Nachdem sie monatelang ohne Strom und Gas waren, sind sie jetzt wieder an die Energieversorgung angeschlossen: "Wir haben Gas, wir haben Strom. Ich wünschte, wir hätten auch Wasser, dann könnten wir das Bad benutzen." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stimmt seine Bevölkerung angesichts des anhaltenden russischen Beschusses der kritischen Infrastruktur auf dunkle und kalte Tage ein. Er erwarte in den kommenden Tagen weiteren Raketenbeschuss, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft. "Wir sehen, dass die Terroristen neue Angriffe planen, das wissen wir als Fakt", so Selenskyj wörtlich. Nach den Angriffen der vergangenen Tage sind viele Menschen im ganzen Land ohne Heizung, Wasser und Strom. Die Menschen im ukrainisch kontrollierten Donbass-Gebiet bereiten sich auf einen harten Winter vor. Trotz der instabilen Energieversorgung wollen sie bleiben. So wie dieser Mann: "Ich bereite Holz vor und beschneide unsere Ahornbäume, solange sie noch wachsen. Der Winter wird hart sein. Das Dach ist undicht, wir haben nicht genug Holz. Nur so können wir überleben." In Kiew fiel am Sonntag Schnee, die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Millionen Menschen in der Hauptstadtregion waren von der Energieversorgung abgeschnitten. Die Behörden erklärten, die Reparaturen der Anlagen liefen auf Hochtouren, angesichts des hohen Verbrauchs seien aber weitere Blackouts nicht auszuschließen.
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Er erwarte in den kommenden Tagen weiteren Raketenbeschuss, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft.

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