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Video Serbien: Umweltschützer besetzen Brücken und Autobahnen

Tausende Menschen blockierten am Samstag unter anderem einen Autobahnabschnitt, der durch Serbiens Hauptstadt Belgrad führt. Sie waren zusammengekommen, um gegen neue Gesetze zu protestieren, die nach Ansicht von Umweltschützern ausländischen Unternehmen die Ausbeutung lokaler Ressourcen ermöglichen. Dazu der Organisator der Proteste Aleksandar Jovanovic Cuta: O-TON ALEKSANDAR JOVANOVIC CUTA: "Nach diesem Protest heute sollte jeder wissen, der hier an der Macht ist, dass den Menschen nicht Land, Wasser und Luft weggenommen oder vergiftet werden darf." Die Demonstranten forderten die Rücknahme von zwei neuen Gesetzen, die ihrer Meinung nach vor allem den Weg für den Bau eines umstrittenen Lithium-Bergwerks ebnen sollen. Umweltschützer warnen, dass die Mine die Grundwasserreserven zerstören könnte. O-TON DEMONSTRANTIN LENA NEDELJKOVIC: "Natürlich gehen wir auf die Straße. Die Umwelt ist die wichtigste politische Frage. Junge Leute dürfen sich nicht aus der Politik heraushalten. Politik ist alles, was uns umgibt - und die Umwelt im Besonderen. Deshalb sind wir gegen Rio Tinto und alle anderen Konzerne dieser Art." Der britisch-australische Konzern Rio Tinto will im westserbischen Loznica ein umstrittenes Lithium-Bergwerk bauen und dafür etwa 2,4 Milliarden US-Dollar investieren. Lithium ist eine Schlüsselkomponente für Batterien. Hinzu kommt bei den Demonstranten die Wut über ein im letzten Monat verabschiedetes Referendumsgesetz, das den Protest gegen umweltschädliche Projekte erschweren soll. Die Demonstrationen am Samstag in Belgrad und in vielen weiteren Städten Serbiens verliefen weitgehend ohne Zwischenfälle.
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Tausende Demonstranten waren zusammengekommen, um gegen neue Gesetze zu protestieren, die nach Ansicht von Umweltschützern ausländischen Unternehmen die Ausbeutung lokaler Ressourcen ermöglichen.

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