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Video Waldbrände - Druck auf Erdogan wächst

In der Türkei spitzt sich nach mehrtägigen Waldbränden die Lage zu. Am Dienstag-Nachmittag bewegten sich die Flammen auf ein Kohlekraftwerk im Südwesten des Landes zu. Die Flammen seien bis an den Rand des Kraftwerks gekommen, twitterte der Bürgermeister von Milas, Muhammet Tokat. Die Brände kamen auch in die Nähe von Hotelanlagen im Süden. Spanien und Kroatien entsandten je ein Löschflugzeug, nachdem die Türkei um europäische Hilfe gebeten hatte. Bereits jetzt sind Maschinen aus dem Iran, Russland, der Ukraine und Aserbaidschan im Einsatz. Das Krisenmanagement Recep Tayyip Erdoğans und dessen Gebaren an den Brandorten rufen indessen harte Kritik hervor. Medien berichteten zuletzt, dass Löschflugzeuge nicht vom Boden abheben könnten, weil der Staat sie jahrelang nicht mehr gewartet habe. Sie müssten nun durch im Ausland geliehene Maschinen ersetzt werden. Der Oppositionsabgeordnete Mürsel Alban sagte daraufhin, Erdogan habe sich zwar in Marmaris eine Sommerresidenz mit 300 Zimmern bauen lassen, doch für die Brände um die Mittelmeerstadt gebe es keine Löschflugzeuge. Zudem ist weiterhin unklar, ob den Menschen ihre niedergebrannten Wohnhäuser und Ställe durch Neubauten ersetzt werden und wie das finanziert wird. Im Katastrophengebiet bleibt die Verzweiflung groß. Mindestens acht Menschen sind schon tot, unzählige Häuser abgebrannt, riesige Wälder, Felder und Viehbestände vernichtet, der Tourismus ist bedroht. Die Feuerwehr kommt längst an ihre Grenzen.
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Dem türkischen Präsidenten wird Versagen beim Krisenmanagement vorgeworfen.

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