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Waldmeister-Limo nur für Heteros: "Homosexuelle gehören nicht in unsere Zielgruppe"

Ein Getränkehersteller aus Bayern bot seine neue Waldmeister-Brause einer Schwulenbar an - und zog die Offerte gleich wieder zurück. Denn die Limo soll nur an Heterosexuelle verkauft werden.

Homosexuelle gelten oft als Trendsetter - doch offenbar nicht für einen Getränkehersteller aus Füssen

Homosexuelle gelten oft als Trendsetter - doch offenbar nicht für einen Getränkehersteller aus Füssen

Diese Kundenakquise hatte Geschmäckle – und ging voll nach hinten los. Das Getränkeunternehmen TMW Kern GbR aus Füssen bot seine neue Waldmeister-Limo "Phantasia" unwissentlich einer Schwulenbar in Stuttgart an. Doch als die Hersteller merkten, um was für eine Kneipe es sich handelte, zogen sie die Offerte gleich wieder zurück. Denn an Schwule richtet sich das Erfrischungsangebot nicht, erklärt Geschäftsführer Kern in einer Mail an Thomas Drewitz, den Inhaber der "Boots Westernbar": "Homosexuelle gehören leider nicht in unsere Zielgruppe."

Drewitz bekam unaufgefordert ein Angebot des Getränkeunternehmens, in dem die Waldmeister-Brause angepriesen wurde. Er sah die neue Limo als Alternative zu Apfelschorle in seinem Sortiment und forderte zu Testzwecken einen Karton an. Dazu bat er sogar um 20 Pappaufsteller, damit er "gut die Werbetrommel für ihr Produkt rühren" könne.

Waldmeister-Limo für Kinder und ältere Leute

Doch dann kam mit einer E-Mail der TMW Kern GbR die unangenehme Überraschung. Kern erkundigte sich, ob seine "kurze Recherche" korrekt und die "Boots Westernbar" eine Schwulenkneipe sei. "In dem Fall wäre es für uns nicht sehr sinnvoll dort erhältlich zu sein, da wir eben ganz neu auf dem Markt sind und dabei sind eine Marke aufzubauen", schreibt er weiter.

Dabei legt Kern Wert darauf, "welche Zielgruppe vor allem am Anfang angesprochen wird." Das seien "Studenten bis hin zu Kindern, die den Waldmeister Geschmack lieben." Ebenso "ältere Leute, die sich durch den Waldmeister Geschmack an früher erinnert fühlen." Nur eben keine Homosexuellen.

"Man rutscht schnell in eine Schiene"

Geschäftsführer Kern begründet die Absage damit, dass der Aufbau einer Marke ein "ganz heikles Thema" sei. "Man rutscht ganz schnell in eine Schiene und wird damit verbunden." Zugleich versucht Kern die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu relativieren: "Das soll auf keinen Fall abwertend wirken." Und fügt aber gleich noch hinzu, er würde gern einen Karton mit der Limo zusenden - sofern die "Boots Westernbar" keine Schwulenbar sei. "Gar keine Frage."

Barbetreiber Drewitz ist entrüstet und postete den Schriftverkehr auf seiner Facebook-Seite. "Was es alles gibt! Wusstet Ihr, dass es Erfrischungsgetränke nur für heterosexuelle Verbraucher gibt?", fragt er und will die Sache nicht auf sich beruhen lassen. "Ob es nun so eine Brause ist oder sündhaft teurer Schampus aus Paris ist zweitrangig. Uns stört massiv dieser diskriminierende Unterton in dem Antwortschreiben", kommentiert Drewitz auf Facebook. Auch andere Nutzer sind entsetzt und halten sich mit Kommentaren nicht zurück.

Die Internetseite des Unternehmens TMW Kern GbR ist derzeit nicht erreichbar, auch eine Facebook-Seite der "Phantasia"-Brause ist nicht mehr aufrufbar. "Hoffentlich nutzen die feinen Herren die Zeit zum Nachdenken", schreibt ein Facebook-Nutzer.

Matthias Kahrs
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(