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HIV-Angst nach Dreier?: Angeblicher Lover von Orlando-Attentäter: Massaker war Racheakt

Omar Mateen tötete 49 Menschen in einem Nachtclub für Schwule. Über das Motiv wird spekuliert. Jetzt meldet sich ein Mann, der behauptet, sein Liebhaber gewesen zu sein und den wahren Grund für das Massaker zu kennen.

Der Orlando-Killer Omar Seddique Mateen

Omar Seddique Mateen brachte in einem Schwulenclub in Orlando 49 Menschen um

Omar Seddique Mateen erschoss am 12. Juni in Orlando im "Pulse", einem Nachtclub für Homosexuelle, 49 Menschen. Vor dem Blutbad bekannte sich der 29-Jährige zur Terrormiliz IS. Jetzt meldet sich ein Mann zu Wort, der behauptet, sein Liebhaber gewesen zu sein. Er glaube, das Massaker sei weniger ein Terror- als ein Racheakt gewesen.

Der Mann, der sich Miguel nennt, fließend spanisch und englisch mit Akzent spricht, will seine wahre Identität nicht preisgeben. Dem amerikanisch-spanischen Nachrichtensender "Univision Noticias" gab er ein Exklusiv-Interview, für das er optisch entfremdet wurde.

Er behauptet darin, Mateen sei ein verwirrter, schwuler Mann gewesen. Dazu ein starker Trinker, der einen Groll gegen Latino-Männer hegte, die er im "Pulse" kennenlernte, weil er sich von ihnen zurückgewiesen fühlte. "Er liebte Latinos, schwule Latinos mit dunkler Haut, aber er fühlte sich von ihnen benutzt und zurückgewiesen", so Miguel. Er will zudem wissen: Mateen soll mit zwei Männern aus Puerto Rico einen Dreier gehabt haben. Einer von ihnen soll danach zugegeben haben, mit infiziert zu sein, woraufhin Mateen einen Test gemacht haben soll. Dieser sei zwar negativ gewesen, dennoch hätte er "schreckliche Angst davor gehabt, sich infiziert zu haben", so Miguel. Als er ihn daraufhin fragte, was er nun tun wolle, hätte ihm Mateen geantwortet: "Ich werde sie für das, was sie mir angetan haben, bezahlen lassen."

Treffen mit Orlando-Killer im Internet

Miguel ist sich daher sicher, dass es bei dem Massaker nur um eins ging: Vergeltung. "Ich glaube, diese schlimme Sache, die er da getan hat - das war ein Racheakt". Dabei sei Mateen ein "sehr süßer Kerl" gewesen, der nie eine gewalttätige Seite gezeigt habe. Er habe es geliebt, zu kuscheln und sei auf der "Suche nach Liebe" gewesen. Als Miguel von dem Massaker hörte, sei er fassungslos gewesen. "Meine Reaktion war: Das ist nicht der Mann, den ich kenne. Es ist unmöglich, dass der Mann den ich kenne, dies getan hat."

Er und Mateen sollen sich vergangenes Jahr im Internet auf einer Dating-Webseite für Schwule kennengelernt und kurz danach eine zweimonatige Beziehung angefangen haben. Seinen Namen hätte ihm Mateen nie verraten. Nur, dass er verheiratet sei und einen Sohn habe. Die beiden seien für zwei Monate "Freunde mit gewissen Vorzügen" gewesen.

Darauf angesprochen, warum er sich erst jetzt mit seiner Geschichte zu Wort meldet, erklärt der Mann: "Das ist meine Pflicht als US-Bürger und als Homosexueller." Er soll bereits dreimal von FBI-Agenten befragt worden sein. Ob die Geschichte von Miguel tatsächlich stimmt, ist fraglich. Dem TV-Sender gegenüber soll das FBI zumindest bestätigt haben, sich mit ihm getroffen zu haben.

jek