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"Aus Sicherheitsgründen": Femen schließt Büro in Kiew

Ukrainische Femen-Aktivistinnen haben sich dazu entschlossen, ihre Niederlassung in Kiew aufzugeben. Zuvor hatten Polizeibeamte in den Büroräumen eine Razzia durchgeführt und Waffen gefunden.

Einen Tag nach einer Polizeirazzia mit Waffenfund schließt die Feministinnengruppe Femen ihr Büro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Das Büro sei verwanzt, sagte die Chefin des ukrainischen Femen-Zweigs, Anna Huzol, am Mittwoch. "Aus Sicherheitsgründen ist es nicht mehr möglich, dort zu arbeiten." Die Entscheidung für den Umzug sei aber bereits vor der Razzia gefallen, fügte die Aktivistin der für ihre barbusigen Protestaktionen bekannten Gruppe hinzu.

Am Dienstag waren laut Polizei in dem Büro eine Pistole und eine Granate gefunden worden. Huzol erklärte, dass Femen keine Waffen besitze. Sie vermutete, dass die Pistole und die Granate untergeschoben wurden. Die Aktivistinnen seien von der Polizei bis zum späten Dienstagabend verhört worden.

Polizeisprecher Igor Michalko sagte am Mittwoch, es sei eine Untersuchung wegen illegalen Waffenbesitzes eingeleitet worden. Den Aktivistinnen drohten bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft, bislang sei aber niemand angeklagt, fügte er hinzu.

Femen wurde 2008 ins Leben gerufen

Die ukrainischen Sicherheitskräfte gehen bereits seit mehreren Wochen gegen Femen vor. Im Juli wurden drei Aktivistinnen und ein Fotograf während eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin festgenommen. Die Gruppe warf den Sicherheitskräften vor, die Aktivisten geschlagen zu haben.

Femen wurde 2008 in der Ukraine gegründet, ist aber mittlerweile auch über ihre Grenzen hinaus bekannt und aktiv. Die Gruppe setzt sich für Frauenrechte ein und hält immer wieder Oben-Ohne-Proteste ab, bei denen die Teilnehmerinnen sich mit schwarzer Farbe Parolen auf den Oberkörper schreiben.

cob/AFP / AFP
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