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"Sea Diamond": Wo sind Vater und Tochter?

Die Hoffnung schwindet von Minute zu Minute: Rettungskräfte suchen in der Nähe des in der Ägäis untergegangenen Kreuzfahrtschiffs "Sea Diamond" weiter nach dem beiden noch vermissten Franzosen. Taucher bereiten sich auf ihren Einsatz vor, heißt es.

Zwei Tage nach dem Schiffsunglück in der Ägäis haben Rettungskräfte nach zwei vermissten Passagieren gesucht. Die Helfer durchpflügten mit Rettungsbooten das Wasser nahe der beliebten Ferieninsel Santorin, vor der das Kreuzfahrtschiff "Sea Diamond" auf Grund gelaufen und gesunken war. "Taucher bereiten sich auf ihren Einsatz vor, um nach den zwei Franzosen zu suchen", sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Während Frau und Sohn der Familie - wie auch die restlichen etwa 1150 Passagiere - sicher von Bord gebracht worden waren, sind der 45-jährige Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter verschwunden.

Viele Passagiere sind inzwischen nach Hause geflogen, andere harren in Hotels in Athen aus. Das Schiff war in der Nacht auf Freitag in unmittelbarer Nähe der Kykladeninsel auf die Seite gekippt und ging im Morgengrauen unter. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin waren keine Deutschen an Bord.

Die gut 22.400 Tonnen schwere "Sea Diamond" war am Montag von Piräus zu einer fünftägigen Kreuzfahrt durch die griechischen Inseln aufgebrochen und hätte dort am Freitag wieder anlegen sollen. Die Betreibergesellschaft prüft nun, wie das 143 Meter lange und 25 Meter breite Schiff in den gut kartographierten Gewässern vor dem Hafen Santorins auf Grund laufen konnte. Die Staatsanwaltschaft sollte damit beginnen, den Kapitän und weitere Schiffsoffiziere zu befragen.

Reuters / Reuters