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Er aß es zum Frühstück: Achtjähriger Junge stirbt, weil er Crystal Meth für Müsli hält

Ein achtjähriger Junge aus dem US-Bundesstaat Indiana ist gestorben, weil er versehentlich Crystal Meth gegessen hat. Offenbar verwechselte er die Droge mit Müsli. Aus Angst vor der Polizei wollte der Vater nicht den Notruf wählen.

Ein Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) hält die Droge Crystal Meth in seinen Händen.

Der Junge hat die Droge Crystal Meth offenbar mit Müsli verwechselt (Symbolbild)

DPA

Es ist eine unglaubliche Geschichte: Ein kleiner Junge stirbt, weil er die Drogen auf einem Teller für Müsli hält. Als der Vater realisiert, was passiert ist, ruft er aus Angst vor den Konsequenzen nicht die Polizei. 

Wie die "Seymour Tribune" berichtet, war der Achtjährige aus dem US-Bundesstaat Indiana am Morgen des 21. Juni zu Hause bei seinem Vater. Wie es heißt, soll der hungrige Junge auf der Suche nach Essen in der Küche auf einen Teller mit Crystal Meth gestoßen sein. Da es sich bei der Portion nicht um eine kristallartige, sondern eine braune Variante der Droge handelte, könnte er es bei schlechter Beleuchtung mit Müsli verwechselt haben, glaubt die Polizei. 

Als sich der Junge merkwürdig verhielt, seinen Kopf immer wieder auf den Boden schlug, sein eigenes Gesicht zerkratzte und hohes Fieber bekam, rief der Vater eine Bekannte an, statt den Notruf zu wählen. Als die gegen kurz vor 11 Uhr eintraf und die Polizei rufen wollte, soll ihr der Vater das Handy aus der Hand gerissen und gesagt haben, er gehe nicht mehr ins Gefängnis. Offenbar verbüßte er noch eine Bewährungsstrafe. Dann soll er ihr mit einer Waffe gedroht und gesagt haben, er würde alle drei töten.

Junge starb an Überdosis Crystal Meth

Als die Frau in Panik ohne ihr Telefon flüchtete, brachte er den Jungen, dessen Zustand sich inzwischen dramatisch verschlechtert hatte, gegen 13 Uhr zu den Großeltern. Auch die soll er jedoch zunächst davon abgehalten haben, den Notruf zu wählen. Als der Junge blau anlief und das Bewusstsein verlor, verständigte der Großvater schließlich den Rettungsdienst. Der Vater fuhr dann mit dem Auto weg. 

Der Junge verstarb wenig später im Krankenhaus. Einem toxikologischen Bericht zufolge soll er die 180-fache einer tödlichen Menge der Methamphetamine in seinem Körper gehabt haben. Der Vater wurde noch am selben Tag verhaftet. Ihm drohen bis zu 40 Jahre Haft. 

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jek