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Amoklauf von Winnenden: Das sagen die stern.de-Leser

Nach dem Amoklauf in Winnenden sind viele Menschen entsetzt und sprachlos. Die Tat des 17-Jährigen erschüttert auch die stern.de-Leser. Sie diskutieren über Mitleid, mögliche Ursachen und Hintergründe der Tat.

Entsetzen über die Tat und Mitleid mit den Opfern und ihren Familien sind die häufigsten Reaktionen auf die Berichte über den Amoklauf. Vincent_Vega ist erschüttert: "Gott, wie schrecklich: 16 Tote, das sind, abgesehen vom Täter 15 Menschen, die nichts anderes vorhatten, den heutigen Abend und den eigentlichen Rest ihres Lebens zuhause oder bei Freunden zu verbringen." Den Blick über Winnenden hinaus, richtet Nana_Xiaojie: "Schlimm, ganz schlimm. Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen, hier und in Alabama." Ganz nah dran fühlt sich dafür ElPrimo: "Dabei denkt man immer so was passiert immer nur woanders und jetzt hier direkt in der Nähe ... irgendwie bedrückend, da ich einige Ehemalige von der Albertville Realschule kenne und auch schon mal dort war."

Vom Schüler zum Täter - was ist passiert?

Lunte kondoliert den Angehörigen der Opfer, obwohl er der Meinung ist, dass "es in diesen schweren Stunden keinen Trost gibt". Viele Leser fühlen sich an vergangene Amokläufe, etwa 2002 in Erfurt oder 2006 in Emsdetten, erinnert, einer von ihnen, hardius, kommentiert: "Alte Wunden werden aufgerissen. Abgesehen von den jetzt betroffenen Familien, denen mein Mitgefühl gilt, kommt doch bei den Opfern früherer Amokläufe, hier insbesondere Erfurt, das ganze Geschehen von damals voll wieder ins Bewusstsein."

Neben den Beileidsbekundungen ist es den Lesern aber auch ein Anliegen, zu verstehen, was passiert ist. antwone fragt sich "was einen Menschen/den Täter dazu brachte derart Grausames zu vollbringen." Erek ist es unbegreiflich, wie "junge Leute an gefährliche Waffen kommen." "Wozu braucht man eigentlich zu Hause 18 Schusswaffen?", fragt rummeniggejunior und auch -Dagegen- will wissen, wie jemand "legal 18 Waffen besitzen" kann, "wie ist es möglich, dass diese Waffen frei zugänglich waren? Woher hatte der Sprössling das Know-How im Umgang mit diesen Waffen?". Einen weiteren Punkt erörtert Clamaria indem sie fragt, warum "es immer Einzelgänger sind, die so was tun. Warum sind sie Einzelgänger? Warum kann einer in einer Klassengemeinschaft, wo man sich tagtäglich sieht, so durchs Raster rutschen?"

Gesellschaftliche Verantwortung

Die User diskutieren entsprechend darüber, wo die Ursachen für eine solche Tat liegen können und inwiefern die Eltern verantwortlich zu machen sind. Mackenzie: "Was sind das bloß für Eltern die solch kaltblütige Kinder groß ziehen?" Sternchen2020 erteilt solchen Diskussionsansätzen eine klare Absage: "Es hilft wenig, wenn allein auf die Eltern eingedroschen wird", sie glaubt vielmehr, dass "die permanenten überzogenen Forderungen an die Jugend, sie müssten schlauer und schlauer werden. Nur dann hätten sie eine Chance", eine Ursache sein könnte. Und Nursery ergänzt: "Vor allem sind Täter im jugendlichen Alter vor allem auch Opfer, der Gesellschaft und der Erziehung." hardius meint: "Jeder Jugendliche hat wohl wegen irgendwelchen Gründen zeitweise Wut im Bauch und kann damit nicht umgehen. Wenn man dann wie hier, im Familienhaus Waffen zur Verfügung und offensichtlich den Gebrauch gelernt hat, ist dies sehr, sehr leichtfertig."

Schuld kann noch nicht beurteilt werden

Eine Diskussion um Schuld versteht jensmeinung hingegen nicht: "Ich versteh nicht warum Ihr hier alle nach Schuldigen sucht??? Der Schuldige ist tot! Ob nun durch Polizei oder ihn selbst ist doch nun auch egal. Keine Eltern, keine Klassenkammeraden, keine Computerspiele und auch nicht das Internet hat hier jemand getötet sondern nur der Junge alleine! Warum er das getan hat wird man nie verstehen." Kris77 ergänzt: "Es ist bedauerlich, dass so etwas überhaupt möglich ist. Aber wie es bisher schon mehrere Vorredner recht gut ausgedrückt haben, sind hier mehrere Schlüsselpunkte die Ursache für einen Amoklauf. Man kann keine voreiligen Schlüsse ziehen ohne sich mit der Person (dem Täter) und seiner gegebene Situation bis zu dieser Tat auseinandergesetzt zu haben. Keiner von uns weiß genau was in diesem Jugendlichen vorging als er zur Waffe griff."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(