Angriffe auf zwei Moscheen Blutiger Freitag in Pakistan


Radikal-islamische Taliban haben zwei Moscheen im Nordwesten Pakistans angegriffen und ein Blutbad angerichtet. Erst sprengte sich ein Selbstmordattentäter während des Freitagsgebets in die Luft. Nur Stunden später warfen Unbekannte Handgranaten in eine andere Moschee.

Bei Angriffen auf zwei Moscheen im unruhigen Nordwesten sind am Freitag mindestens 70 Menschen getötet worden, Dutzende wurden verletzt. Pakistanische Medien sprachen von einem der schwersten Anschläge in diesem Jahr.

Im ersten Fall riss ein jugendlicher Selbstmordattentäter während des Freitagsgebets in einer Moschee in Darra Adam Khel zahlreiche Gläubige mit in den Tod. "Bestätigt sind 67 Tote, etwa 65 wurden bei dem Angriff verletzt", sagte am Abend ein Behördensprecher. Von der Moschee blieben nur Trümmer übrig.

Nur wenige Stunden später warfen Unbekannte Handgranaten in eine Moschee in einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar und töteten mindestens drei Gläubige, die dort zum Abendgebet versammelt waren. Hierbei wurden rund 20 weitere Menschen verletzt. Nach Polizeiangaben hielten sich 60 bis 70 Menschen in der Moschee auf. "Die Angreifer schleuderten drei Handgranaten unter die zum Abendgebet versammelten Gläubigen", sagte ein Polizeisprecher.

Bei dem Selbstmordanschlag in Darra Adam Khel war ein 14 oder 15 Jahre alter Junge in die Moschee eingedrungen und hatte den Sprengstoff an seinem Körper gezündet. Durch die Wucht der Detonation wurden auch Häuser in der Umgebung beschädigt. Augenzeugen berichteten, der Attentäter habe Komplizen gehabt, die nach der Detonation in die Luft gefeuert hätten und dann verschwunden seien.

Zu diesem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Es wird vermutet, dass sie Vergeltung an den Bewohnern üben wollten, weil diese eine im vergangenen Jahr mit Hilfe der Regierung aufgebaute Miliz im Kampf gegen die Taliban unterstützten.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker