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Aquapark Moskau: "Es gibt keine Hoffnung mehr"

In den Trümmern des eingestürzten Moskauer Aquaparks haben Rettungskräfte weiter nach vermissten Badegästen gesucht. Hoffnung, noch Überlebende zu finden, gibt es keine mehr.

In den Trümmern des eingestürzten Moskauer Aquaparks haben Rettungskräfte bis zum Montagmorgen weiter nach vermissten Badegästen gesucht. Die Zahl der Toten könne auf bis zu 40 steigen, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Einsatzstabes am Montagmorgen der Agentur Interfax. Nach der Katastrophe in der modernsten Schwimmhalle Moskaus am Samstag sind bislang die Leichen von mindestens 25 Badegästen gefunden worden. In anderen Berichten ist auch von 28 Toten die Rede. 68 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt.

"Es gibt keine Hoffnung mehr"

Inzwischen wurde die Suche nach Überlebenden eingestellt. "Es gibt keine Hoffnung mehr, dass wir noch Menschen lebend aus den Trümmern bergen können", sagte Bürgermeister Juri Luschkow. Die Zahl der Toten wurde offiziell mit 25 angegeben, bis zu 13 weitere Badegäste würden noch vermisst.

Baumnängel?

Bis zum frühen Morgen hatten die Rettungskräfte drei Viertel aller Trümmer beiseite geräumt. Bei Tagesanbruch sollte wieder schweres Räumgerät eingesetzt werden. Am Samstag war eine Betondecke aus 30 Metern Höhe auf die Badenden herabgefallen. Als Unglücksursache vermuteten Experten Baumängel an dem zwei Jahre alten Aquapark «Transvaal». Gegen die Betreiber wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

In den Moskauer Krankenhäusern wurden am Montag noch 68 Verletzte behandelt. Einsatzkräfte hatten 24 Leichen aus den Trümmern geborgen, ein weiters Opfer starb im Krankenhaus.

DPA / DPA
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