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Houston: Sie wollte mit der Waffe für ein Selfie posieren: Babysitterin schießt Zehnjährigen an

Ein zehnjähriger Junge wurde von seiner Babysitterin angeschossen, als sie ein Selfie machen wollte. Die Waffe hatte sie in der Wohnung gefunden. 

Polizei-Absperrband

Eine 19-jährige Verwandte des Jungen war als Babysitterin zu Besuch und fand in der Wohnung eine Pistole 

Getty Images

Ein zehnjähriger Junge wurde in Houston aus Versehen von seiner Babysitterin angeschossen – als diese ein Selfie von sich und ihrer Waffe machen wollte, wie das Büro des zuständigen Sheriffs mitgeteilt hat.

Babysitterin hielt Waffe für ungeladen

Der Junge kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus und erholt sich inzwischen langsam von der Operation. Dabei wurde die Kugel aus seinem Körper wieder entfernt. Der Unfall ereignete sich in einer Wohnung in Houston im US-Bundesstaat Texas.

Die 19-jährige Verwandte des Jungen war am Abend als Babysitterin zu Besuch und fand in der Wohnung eine Pistole, wie das örtliche Sheriff-Büro in Harris County twitterte. Die Babysitterin hielt die Pistole für ungeladen und posierte mit ihr vor der Handykamera, als sich plötzlich ein Schuss löste und den Jungen in den Bauch traf. Die strafrechtlichen Ermittlungen zu dem Fall werden derzeit mit Hochdruck geführt, sagte der stellvertretende Behördensprecher Thomas Gilliland CNN.

Todesfälle durch versehentlichen Schusswaffengebrauch stellen inzwischen ein Prozent aller Todesfälle mit Waffenbeteiligung in den USA dar. Gilliland wies eindringlich darauf hin, dass Waffen definitiv kein Spielzeug seien: "Waffen sind gefährlich. Treffen Sie Vorkehrungen und stellen Sie sicher, dass derartige Unfälle nicht passieren können. Selfies mit einer Waffe sind keine schlaue Idee." Ob in diesem Zusammenhang auch die Frage diskutiert wurde, warum Schusswaffen überhaupt im häuslichen Umfeld aufbewahrt werden dürfen, ist nicht dokumentiert.

Alle Waffen im AR-15-Stil nutzen ein mittleres Kaliber.

Das US-amerikanische Waffengesetz ist seit Bestehen der Verfassung von 1791 in Kraft. 1934 wurde die erste Beschränkung durchgesetzt. Der nationale Schusswaffen-Akt versteuert die Herstellung, den Verkauf und Transport von Schrotflinten, Gewehren und Schalldämpfern. Ab einem Alter von 21 Jahren dürfen US-Bürger Waffen kommerziell verkaufen. Eine Lizenz, die drei Jahre gültig ist, kann man für etwa 300 US-Dollar (etwa 274 Euro) erwerben.

Quelle: CNN

km
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