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Blinder Flugpassagier: 4000 Kilometer bei minus 62 Grad im Fahrwerksschacht

Ein 16-jähriger Kalifornier büxt nach einem Familienstreit aus und versteckt sich im Fahrwerksschacht eines Flugzeuges. Wie durch ein Wunder überlebt er den fünfeinhalbstündigen Flug nach Maui.

Von Carolyn Moyé

Normalerweise schmollen Teenager nach einem Streit mit ihren Eltern. Oder sie knallen, etwas offensiver, mit Türen. Einige verlassen vielleicht auch das elterliche Heim, bis sich die Wogen geglättet haben. Aber auf die Idee, sich nach einer Auseinandersetzung mit der Familie zum Flughafen durchzuschlagen und sich dort in einem Fahrwerkschacht zu verstecken, kommen - zum Glück - nicht viele Jugendliche.

Eisige Temperaturen

Die Maschine, die er sich der 16-Jährige aus Kalifornien aussuchte, flog von San Jose nach Maui: Ein Flug über 3900 Kilometern quer über den Pazifik. Die Maschine flog in einer Höhe von elfeinhalb Kilometern. Die Temperaturen sinken auf 62 Grad unter null und es gibt nur wenig Sauerstoff in dieser Höhe. Dass er am Leben ist, grenzt an ein Wunder.

Blinder Passagier war bewusstlos

Bei der Ankunft in Maui fiel der junge Kalifornier Mitarbeitern der Hawaiian Airlines auf. Er wurde auf dem Rollfeld ohne Ausweis aufgegriffen und daraufhin vom FBI befragt. FBI-Sprecher Tom Simon sagte der Presse, dass der Junge sich an den Flug nicht erinnern kann. "Er war die meiste Zeit bewusstlos." Wahrscheinlich auf Grund des Sauerstoffmangels in fast zwölf Kilometern Höhe.

Keinen Kratzer abbekommen

Die medizinische Untersuchung des Jugendlichen ergab keine Auffälligkeiten. Der Teenager wurde der Fürsorge übergeben und wird nicht angeklagt. Eine Sprecherin des Flughafens sagte: "Unsere Sorge gilt dem Jungen und seiner Familie. Wir sind froh, dass er überlebt hat und gesund ist."

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