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Bootsunglück auf dem Rhein: Säure-Tanker droht abzurutschen

Die Schwimmkräne für die Bergung des auf dem Rhein gekenterten Säure-Tankschiffs könnten zu spät kommen: Der havarierte Tanker sinkt ab und blockiert den Schiffsverkehr.

Für die Rettungskräfte wird die Bergung des auf dem Rhein bei Bingen havarierten Säure-Tankers zum Spiel gegen die Zeit: Das Schiff droht abzurutschen. Im sandigen Flussboden habe sich inzwischen eine etwa sechs Meter tiefe Mulde gebildet, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, Martin Mauermann. Um ein weiteres Absinken zu verhindern, sei bereits als "Zwischensicherung" ein weiteres Stahlseil angebracht worden. Ein zweiter Ponton, der den Säure-Tanker zudem halten soll, wird voraussichtlich am Mittwochmorgen eintreffen.

Inzwischen halten sechs Stahlseile den rund 110 Meter langen Tanker. "Gefährlich wird es, wenn der erste Draht reißt", sagte Mauermann. Die Schwimmkräne für die Bergung des Schiffs werden erst in einigen Tagen erwartet.

Zwei Vermisste, 200 Schiffe blockiert

Die Suche nach den beiden noch vermissten Besatzungsmitgliedern wird fortgesetzt. Weiter warten um die 200 Schiffe auf die Weiterfahrt. Wann erste Probefahrten am Unglücksort vorbei möglich sind, ist noch unklar. Ebenso, ob der mit rund 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tanker Säure verliert: "Bis dato ist nichts gemessen worden", sagte Mauermann.

fw/DPA / DPA
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