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Kunst per GPS Brite radelt neun Stunden lang – am Ende kommt ein Rentier dabei heraus


Anthony Hoyte ist begeisterter Radfahrer – und auch eine Art Künstler. Auf seinen stundenlangen Touren entwirft er per GPS weihnachtliche Zeichnungen auf Landkarten.

Anthony Hoyte hat ein Hobby, das zunächst einmal ziemlich gewöhnlich klingt: Er fährt gerne auf seinem Rad in der Gegend umher. Das tut der Engländer mit großer Leidenschaft und Ausdauer, oft stundenlang, bei jedem Wetter. Was er mit seinen Radtouren bezweckt, ist aber alles andere als gewöhnlich: Anthony Hoyte hat es sich zur Aufgabe gemacht, Figuren auf Karten zu zeichnen.

Dafür fährt er auf dem Fahrrad Routen ab, die dann anhand von GPS-Daten auf der Landkarten Zeichnungen ergeben. Neun Stunden lang war Hoyte kürzlich unterwegs und legte mehr als 128 Kilometer zurück, kreuz und quer durch den Norden Londons, um ein Rentier auf die Landkarte zu bringen – auch ein Weg, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Das Rentier ist nicht sein erstes Projekt

Es ist nicht das erste Mal, dass der 51-Jährige ein solches Projekt realisiert. Das weihnachtliche Malen per Rad hat bei Hoyte gewissermaßen schon Tradition. In den vergangenen Jahren fuhr er unter anderem einen Weihnachtsmann und einen Schneemann ab. Dabei achtet Hoyte auf jedes kleine Detail, das ist sein Verständnis einer künstlerischen Betätigung.

Mit seinem neuesten Kunstwerk sei er "ziemlich glücklich", sagte Anthony Hoyte dem englischen Sender ITV. Am Ende wirklich die richtigen Formen auf die digitale Landkarte zu bekommen, sei auf der Straße ein anspruchsvolles Unterfangen, berichtet er: "Bis man zurückkommt und es hochlädt, weiß man nicht genau, ob es funktioniert oder nicht." Und natürlich muss Hoyte ständig hoffen, dass das GPS-Signal unterwegs nicht ausfällt.

Landkarten geben ihm Inspiration

Für seine Projekte fährt Hoyte eigens aus seinem Wohnort Cheltenham in die etwa 150 Kilometer entfernte Hauptstadt des Vereinigten Königsreichs. Das sei eine nicht immer angenehme Strecke, erzählt er, und "ein langer Tag im Sattel".

Aber wie kommt er eigentlich auf die Ideen für seine Zeichnungen? Manchmal springt ihn die Inspiration einfach an: "Normalerweise gucke ich auf Landkarten, bis ich etwas sehe: Das sieht aus wie eine Nase – und dann denke ich: Wo kann ich in der Nähe Ohren finden?'"

Quellen:Anthony Hoyte auf Twitter / ITV

epp

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