HOME

Dramatische Rettung: Britischer Landwirt rettet vier Fuchsbabys per Not-Kaiserschnitt

Ihre Mutter war tot, doch die Babys lebten noch: Als Chris Rolfe am Straßenrand eine schwangere Füchsin fand, bemerkte er Bewegung in ihrem Bauch. Ohne seinen Einsatz wären vier kleine Füchse heute nicht am Leben.

Zwei der Fuchsbabys, die ein britischer Farmer rettete

Zwei der Fuchsbabys, deren Leben ein tatkräftiger britischer Farmer rettete

Action Press

Chris Rolfe ist ein junger Landwirt aus Haywards Heath im Süden Englands, nördlich von Brighton. Als der 24-Jährige eines Tages mit dem Auto unterwegs war, sah er am Straßenrand eine tote Füchsin liegen. Nur aus dem Augenwinkel bemerkte er, dass das Tier augenscheinlich hochschwanger war. Und dann sah er Bewegungen in ihrem Bauch.

Chris fand die Füchsin tot am Straßenrand

Offenbar waren die ungeborenen Fuchsbabys noch am Leben. Panisch suchte Rolfe in seinem Wagen nach einem Messer, dann begann er möglichst behutsam, die Welpen per Notkaiserschnitt auf die Welt zu bringen. "Mein Instinkt hat mich geleitet", erinnert sich der Landwirt später. "Ansonsten wäre nicht nur ein Fuchs gestorben, sondern die Babys hätten mitsamt der Mutter sterben müssen. Ich habe nicht nachgedacht, sondern einfach gehandelt", sagte er der "Daily Mail". Chris Rolfe hat keinerlei tierärztliche Ausbildung, musste aber schon einmal bei einer Lämmergeburt einen Notkaiserschnitt durchführen. Deshalb wusste er zumindest grob, was zu tun war. Schließlich hatte er vier kleine Füchse im Arm.

Chris Rolfe, 24, mit den vier kleinen Fuchswaisen

Chris Rolfe, 24, mit den vier kleinen Fuchswaisen

Action Press

Aber was nun? Chris ahnte, dass eine Person bestimmt wüsste, was zu tun war – seine Mutter. "Ich brachte sie direkt zu meiner Mum und sie kümmerte sich sofort – säuberte sie und brachte ihren Kreislauf in Schwung. Sie sorgte dafür, dass die Kleinen fit und aktiv wurden." Die vier Füchslein bekamen auch Namen: Ginger, Biscuit, Big Tip und Little Tip.

Sie sollen wieder zu Wildtieren werden

Als Chris bei seiner Mutter ankam, hatte er die Babys in seinen Jackentaschen, um sie warm zu halten. "Sie waren noch ganz blutig", erinnert sich Mrs. Rolfe. "Also holten wir ein feuchtes Handtuch und rubbelten sie kräftig – ein bisschen kräftiger als man das eigentlich denken würde – damit der Kreislauf in Schwung kommt. Dann legten wir sie in einen Karton, den wir auf die Heizung stellten, damit sie es warm haben." 

Chris und seine Mutter Jean mit Ginger, Biscuit, Big Tip und Little Tip

Chris und seine Mutter Jean Rolfe mit Ginger, Biscuit, Big Tip und Little Tip

Action Press

Anfangs mussten die Fuchswelpen alle 20 Minuten mit Milch gefüttert werden, später alle zwei bis drei Stunden, inzwischen sind sie sieben Wochen alt und haben angefangen, Futter für Hundewelpen zu fressen. "Es hat viel Liebe und Mühe gekostet, sich um sie zu kümmern, aber glücklicherweise haben alle vier überlebt", so Mrs. Rolfe. Chris und seine Mutter arbeiten mit einer auf Füchse spezialisierten Tierschutz-Organisation zusammen, die die Familie berät und anleitet, so dass die vier kleinen Fellknäuel hoffentlich im Alter von sechs Monaten wieder in die Wildnis entlassen werden können.

"Viele Menschen reden davon, Füchse als Haustiere halten zu wollen", sagt Mrs. Rolfe. "Aber obwohl sie liebenswerte Tiere sind, sind sie wild und brauchen die Wildnis."

Quelle: "Daily Mail"

In der Nähe von London päppelt die Tierrettungsorganisation Wildlife Aid ein verwaisten Fuchsbaby auf.