HOME

Campingplatz in Arkansas: Meterhohe Flutwelle reißt 18 Menschen in den Tod

Die Zahl der Toten nach einer gewaltigen Sturzflut auf einem Campingplatz im US-Staat Arkansas hat sich bis zum Sonntag nach Behördenangaben auf mindestens 18 erhöht, darunter sechs Kinder. Rund 200 Einsatzkräfte suchten nach 22 Vermissten.

Die Zahl der Toten nach einer gewaltigen Sturzflut auf einem Campingplatz im US-Staat Arkansas hat sich bis zum Sonntag nach Behördenangaben auf mindestens 18 erhöht, darunter sechs Kinder. Rund 200 Einsatzkräfte suchten nach 22 Vermissten.

Mit Geländewagen und zu Pferd durchkämmten sie am Samstag ein Waldgebiet im Nationalpark Ouachita, in dem in der Nacht zum Freitag zwei Flüsse über die Ufer getreten waren. Andere Rettungskräfte suchten mit Kanus und Kajaks die Flussufer ab.

Wegen der Dunkelheit konnten die Rettungsmannschaften ihre Suche erst nach Sonnenaufgang fortsetzen. Sie befürchten, dass weitere Menschen unter entwurzelten Bäumen, Schlammbergen oder umgestürzten Wohnmobilen gefangen sind. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, sinkt. Der Unglücksort ist so isoliert, dass auch Pferde und Kanus bei der Suche eingesetzt werden.

Nach Schätzungen hielten sich zur Zeit des Unglücks am Freitag bis zu 300 Menschen - Urlauber und Anwohner - in der Region auf. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Die Fluten schwemmten das Registrierbuch davon, in dem sich die Camper eintragen. Viele Familien machen hier seit Jahren jeden Sommer Urlaub, in einer der rund 50 Blockhütten, in Wohnwagen oder in Zelten. Und es gab auch eine Reihe von Einwohnern in der grünen Idylle am Little Missouri River. In einer örtlichen Kirche harrten am Sonntag zahlreiche Menschen aus, sie warteten auf Nachrichten über ihre vermissten Angehörigen und Freunde.

APN/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel