HOME

"Ghost Pepper": Chili-Esswettbewerb geht schief - Mann reißt sich Loch in Speiseröhre

Für einen US-Amerikaner endete ein Esswettbewerb beinahe tödlich. Er verspeiste einen ganzen Burger, der mit einem der schärfsten Chilis der Welt belegt war. Nur eine Notoperation konnte ihm das Leben retten.

Der Bhut-Jolokia-Chili gilt als eine der schärfsten Paprikaschoten der Welt

Der Bhut-Jolokia-Chili gilt als eine der schärfsten Paprikaschoten der Welt

Der Bhut-Jolokia-Chili gilt als eine der schärfstes Paprika-Arten der Welt. Rekordwerte von über einer Million Scoville-Einheiten wurden gemessen. Damit ist der Chili, der auch als "ghost pepper" bekannt ist, bis zu 417 mal schärfer als ein Jalapeño und kann lebensgefährlich werden.

Dies musste nun ein 47-jähriger US-Amerikaner am eigenen Leib erfahren. Er verdrückte bei einem Esswettbewerb einen ganzen Burger, der mit einem Bhut-Jolokia-Chili-Püree belegt war. Sogleich begann er sich heftig zu erbrechen. Kurze Zeit später musste er mit höllischen Schmerzen im Bauch und in der Brust ins Krankenhaus eingeliefert werden. 

Wie das "Journal of Emergency Medicine" in einem Fachaufsatz berichtet, zeigte schließlich ein Tomographie-Scan, dass er sich seine Speiseröhre erheblich verletzt hatte. Ein 2,5-Zentimeter großes Loch klaffte in dem Organ - verursacht durch das übermäßige Würgen und Erbrechen nach dem Chili-Konsum.

Verletzungen der Speiseröhre enden oft tödlich

Sofort wurde eine Notoperation vorgenommen, was dem Mann vermutlich das Leben gerettet hat. Denn ein Ösophagus-Bruch oder Boerhaave-Syndrom, wie solche Verletzungen der Speiseröhre im medizinischen Fachjargon genannt werden, enden oft tödlich.

Erst nach 23 Tagen im Krankenhaus konnte der Patient schließlich mit einer Magensonde entlassen werden. "Dieser Fall erinnert daran, dass ein Unbehagen nach einer großen, würzigen Mahlzeit ein potenziell lebensbedrohlicher Notfall sein kann", warnen die Ärzte. 

Der Schärfe-Weltmeister

Als der schärfste Pfeffer der Welt gilt übrigens der Carolina Reaper. 2013 wurde er in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Der Schärfe-Weltmeister erreicht Messwerte von bis zu 2.200.000 Scoville. Die Durchschnittswerte liegen bei 1.569.300 Scoville-Einheiten.

Ed Currie aus South Carolina gilt als der Züchter des Carolina Reapers. Im Zuge seiner Krebsforschung kreuzte er zwei Chili-Sorten. Welche es genau waren, ist nicht bekannt. In verschiedenen Quellen ist jedoch von einer Kreuzung des Naga-Chilis aus Pakistan und einer karibische Habanero die Rede.

Die Schärfe der Chili setzt ein


ivi
Themen in diesem Artikel