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Drohende Umweltkatastrophe: Ölschlick verseucht die Küste von Louisiana

Neun Tage nach der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" verseucht das ungehindert auslaufende Öl die Küste von Louisiana. In der Region der Mississippi-Mündung schwappt der Ölschlick in langen Bahnen an Land. Keinen Erfolg hatten die Bemühungen der Küstenwacht, das Öl mit schwimmenden Barrieren aufzuhalten.

Neun Tage nach der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" verseucht das ungehindert auslaufende Öl die Küste von Louisiana. In der Region der Mississippi-Mündung schwappt der Ölschlick in langen Bahnen an Land. Keinen Erfolg hatten die Bemühungen der Küstenwacht, das Öl mit schwimmenden Barrieren aufzuhalten. Rund 1,50 Meter hohe Wellen vereitelten diese Versuche.

Damit droht der Südküste der USA die schwerste Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten. Hunderte von Fisch-, Vogel- und anderen Arten sind akut bedroht. Ebenfalls gefährdet sind Austernbänke und die Fanggründe für Krustentiere. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, rief den Notstand aus. "Das gibt Anlass zu erster Sorge", sagte David Kennedy von der Meeresschutzbehörde NOAA. "Ich bin schockiert. Das ist eine sehr, sehr große Sache."

"Seit etwa 30 Minuten können wir es riechen", sagte ein Austernzüchter am Donnerstag in der Ortschaft Empire an der Küste von Louisiana. "Jetzt wissen wir, dass es näher kommt und uns hier treffen wird."

Am Mittwoch wurde klar, dass das Öl aus der Ölbohrplattform ungehindert aus drei verschiedenen Lecks strömt. Am Tag fließen so rund 5.000 Barrel (795.000 Liter) ins Meer, fünf Mal so viel wie anfangs vermutet. Inzwischen wird es für möglich gehalten, dass das Ausmaß der Tankerkatastrophe der "Exxon Valdez" übertroffen werden könnte. Damals flossen 1989 im Prinz-William-Sund in Alaska 41,64 Millionen Liter Öl ins Meer. Im Golf von Mexiko könnte dieses Ausmaß in etwa drei Monaten erreicht sein - so lange dürfte es nach Schätzungen dauern, bis ein zweites Bohrloch fertiggestellt ist, um den Druck von der zerstörten Ölplattform zu nehmen.

Unterdessen wächst der Druck auf den Mineralölkonzern BP. US-Präsident Barack Obama betonte, dass BP für die Bekämpfung des Ölteppichs zur Kasse gebeten werde. Außerdem wurden erste Schadensersatzklagen von Krabbenfischern eingereicht. "Wir sind wirklich angewidert", sagte der Austernzüchter Byron Marinovitch. "Wir glauben nichts mehr, was von BP gesagt wird."

Die 64 Kilometer vor der Küste gelegene "Deepwater Horizon" explodierte am 20. April. Dabei kamen vermutlich elf Arbeiter ums Leben.

APN / APN
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.