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Der Mörder von Charleston Dylann Roof: Rassist, White Supremacist, Antisemit

Dylann Roof verbrennt die US-Flagge
Dylann Roof, der in Charleston neun Menschen ermordet hat, beim Verbrennen der US-Flagge
© Roofs Website
Der nächste Massenmörder im Namen der Überlegenheit der weißen Rasse, das nächste Manifest. Das von Dylann Roof wurde nun offenbar gefunden. Soll man es zeigen oder nicht? Zwei Gründe dafür.
Von Sophie Albers Ben Chamo

Wie andere Massenmörder vor ihm hat auch Dylann Roof Bilder und Dokumente hinterlegt, mit denen er den Mord an neun Menschen in Charleston ideologisch verbrämen und mit denen er erinnert werden möchte. Es steht in der Verantwortung der Medien und Facebook-Post-Teiler, ihm diesen Gefallen nicht zu tun. Sich nicht zu Erfüllungsgehilfen machen zu lassen.

Ignorieren sollte man die Hinterlassenschaft jedoch auch nicht, denn sie ist ein Argument gegen Roof selbst, seine Gesinnungsgenossen und Sympathisanten. Vor Gericht wird entscheidend sein, dass Roof sehr genau wusste und plante, was er tat. Und konservative bis rechte Kreise können angesichts dieses Fundes nicht mehr leugnen, dass es sich in Charleston um ein Verbrechen aus Rassenhass gehandelt habe. Um zu leugnen, dass es Rassenhass überhaupt gibt.

Zwei Twitter-User, @HenryKrinkle und @EmmaQuangel haben offensichtlich eine Website zu Roofs Namen zurückverfolgen und so dieses "White Supremacist"-Manifest offenlegen können. Darin "widmet" sich Roof nicht nur Afroamerikanern, sondern auch Juden, Hispanics und Asiaten. Sollte Roof den Text wirklich geschrieben haben - die dazugestellten Selfies in entsprechenden Posen legen das nahe - ist Roof mit 21 Jahren ein überzeugter Rassist, Antisemit und White Supremacist. Charleston hat er demnach bewusst als Tatort gewählt. Und Sklaverei war seiner Meinung nach übrigens nicht unmenschlich.


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