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Löwen, Tiger, Jaguar: Vermisste Raubkatzen aus Zoo waren in ihrem Gehege - eine Drohne entdeckte sie

Fünf Großkatzen waren am Morgen angeblich aus dem Eifelzoo in Lünebach entlaufen. Tatsächlich waren sie offenbar die ganze Zeit in ihrem Gehege. Eine Drohne spürte sie auf.

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Zwei Löwen in einem Gehege des Eifel-Zoos in Lünebach, aus dem am Morgen mehrere Wildtiere ausgebrochen sein sollen (Archivbild)

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Die vermeintlich entlaufenden Raubtiere aus dem Eifel-Zoo in Rheinland-Pfalz haben ihre Gehege entgegen ersten Annahmen möglicherweise gar nicht verlassen. Die zwei Löwen, zwei Tiger und der Jaguar hätten sich in ihren Gehegen versteckt und seien mit einer Drohne aufgespürt worden, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung der Kreisverwaltung in Bitburg am Freitag. Zuvor hatte es geheißen, die Raubkatzen und ein Bär seien aus dem Zoo in Lünebach ausgebrochen. Der Bär wurde demnach erschossen. Er befand sich nach Behördenangaben außerhalb seines Geheges. Der Sprecher der Kreisverwaltung sagte, es werde nun geprüft, die Tiere vorläufig in andere Tierparks zu verlegen.

Ein Bär aus dem Eifelzoo wurde erschossen

Die Raubkatzen waren am Freitag angeblich aus ihren Gehegen ausgebrochen. Die Bevölkerung wurde im Anschluss gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben und gesichtete Tiere der Polizei zu melden. Unter anderem machte die Feuerwehr Warndurchsagen, berichten Einwohner. Es wurde mit einem Großaufgebot gesucht. Über die Region war in der Nacht zum Freitag ein heftiges Unwetter gezogen. Den Angaben zufolge wurden auch die Gehege des Eifel-Zoos überschwemmt und Zäune zum Teil beschädigt.

Der Zoo liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Der Zoo wirbt auf seiner Homepage mit den Raubkatzen als Attraktion. Insgesamt leben demzufolge rund 60 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Darunter sind Sibirische Tiger und Afrikanische Löwen. Beim Bewertungsportal "HolidayCheck" äußerten sich etliche Besucher kritisch zu den Haltungsbedingungen des Tierparks. 

rös / AFP
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