Brand in Crans-Montana 16-jähriger Nachwuchsgolfer als erstes Opfer der Feuer-Katastrophe identifiziert

Menschen trauern in Crans-Montana um die Opfer des Brands in einer Bar – unter anderem den jungen Italiener Emanuele Galeppini
Menschen trauern in Crans-Montana um die Opfer des Brands in einer Bar – unter anderem den jungen Italiener Emanuele Galeppini
© Antonio Calanni/AP / DPA
Der Italiener Emanuele Galeppini ist das erste Opfer der Tragödie in Crans-Montana. Die Identifizierung aller Todesopfer des Brandes wird noch einige Zeit dauern.

Nach dem verheerenden Brand in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana ist die Identität eines ersten Todesopfers bekannt. Der 16-jährige Emanuele Galeppini starb in den Flammen.

Galeppini war Nachwuchsgolfer, der italienische Golfverband gab auf Social Media seinen Tod bekannt. "Der italienische Golfverband trauert um Emanuele Galeppini, einen jungen Sportler, der Leidenschaft und authentische Werte mitbrachte", hieß es in der Mitteilung. Galeppini lebte zuletzt in Dubai.

"In dieser Zeit großer Trauer sind unsere Gedanken bei seiner Familie und allen, die ihn geliebt haben. Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben", trauert der Golfverband um ihn.

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Emanuele Galeppini starb in den Flammen

Die italienische Botschaft hatte bekanntgegeben, dass noch sechs Italiener vermisst seien, 13 würden im Krankenhaus behandelt. Nach Behördenangaben sind bei dem Feuer ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen, die genaue Opferzahl steht immer noch nicht fest. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden. 

Drei der zahlreichen Brandopfer aus dem Schweizer Skiort Crans-Montana werden im Nachbarland Baden-Württemberg behandelt. Ein Mensch liegt in Stuttgart, zwei wurden in Tübingen untergebracht.

Das Schicksal vieler Barbesucher ist ungeklärt, Angehörige warten verzweifelt auf Neuigkeiten. Auch von Galeppini hatte es lange keine Nachricht gegeben. "Im Moment steht er noch auf der Liste der Vermissten, und wir warten auf das Ergebnis der DNA-Untersuchung", hatte sein Onkel am Unglückstag der Nachrichtenagentur Adnkronos gesagt.

Augenzeuge berichtet: "Leute hatten keine Haare mehr, weil ihre Körper brannten"
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"Viele Menschen brannten am ganzen Körper"
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Führte ein "Flashover" zur Katastrophe?

Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich schwierig und könnte Tage oder sogar Wochen dauern. Viele Leichen sind stark verbrannt. In Online-Netzwerken überschlagen sich die Suchanfragen, um vermisste Verwandte und Freunde zu finden.

Zur Brandursache machten die Behörden noch keine offiziellen Angaben. Laut Berichten von Augenzeugen sollen aber Wunderkerzen in Champagnerflaschen die Decke der Bar in Brand gesetzt haben. Danach könnte es zu einem sogenannten "Flashover" gekommen sein, einem heftigen Flammenüberschlag, der entsteht, wenn sich in einem geschlossenen Raum durch die hitzebedingte Spaltung organischer Verbindungen sogenannte Pyrolysegase ansammeln.

Quellen: Italienischer Golfverband, Nachrichtenagenturen AFP und DPA

epp

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