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Tier-Gesetz 20.000 Pfund Strafe bei vegetarischer Ernährung von Hunden

Ein Hund schnüffelt an verschiedenem Gemüse, das auf einem Tisch liegt.
Wer seinen Hund in England vegetarisch ernährt, muss mit einer hohen Strafe rechnen.
© Getty Images
Wer seinen Hund fleischlos ernährt, dem droht in England ab sofort eine saftige Strafe. Laut Gesetz müssen die Tiere "angemessenes" Futter bekommen und dürfen nicht vegetarisch ernährt werden.

Bei uns Menschen ist die vegetarische Ernährung längst zu einem beliebten Lebensstil geworden. Seinen Vierbeiner fleischlos zu ernähren ist allerdings ein eher neuer Trend. In England gibt es nun eine saftige Strafe für alle, die das versuchen sollten.

Gesetz regelt Gesundheit der Hunde

Die Vorteile einer fleischarmen Ernährung sind mittlerweile bekannt. Neben Umweltaspekten kann eine Reduktion von Fleisch in den täglichen Mahlzeiten auch viele gesundheitliche Vorteile für den Menschen mit sich bringen. Aber ist das bei Hunden auch so?

Aus Überzeugung von der eigenen Lebensweise versuchen einige Hundehalter:innen, ihre Vierbeiner ebenfalls vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. In England gibt es bereits seit 2006 ein Gesetz, das die Ernährung von Hunden regelt. Der "Animal Welfare Act" bestimmt, dass Besitzer:innen ihren Tieren "angemessenes" Futter geben müssen. Eine vegetarische Ernährung der Gefährten ist dabei nicht zulässig und wird mit bis zu 20.000 Pfund Strafe geahndet.

Hunde vegetarisch ernähren? Geht das überhaupt?

Allgemein sei eine vegetarische Ernährung bei Hunden möglich, sagt Daniella Dos Santos vom britischen Tierärzte-Verband gegenüber dem Online-Portal "LADbible". Man müsse als Hundehalter aber sehr gut informiert sein, wenn man seinem Tier rein vegetarische Kost verabreichen will. Man könne leicht Fehler machen, wobei die Hunde gesundheitlich den Kürzeren ziehen, so die Tierärztin. Damit Besitzer:innen gar nicht erst etwas falsch machen und um den Hunden das potenzielle Leid zu ersparen, wurde die Ernährung der Tiere in England gesetzlich geregelt.

Ein braun-weißer Hund mit einem Kissen im Maul

Hunde haben ein anderes Verdauungssystem

Während Katzen ohne Fleisch nicht dauerhaft leben können, kommt es bei Hunden meist auf die Rasse an. Einige Hunde haben demnach Probleme mit der Verdauung einer zu ballaststoffreichen Ernährung. Denn Hunde haben einen kurzen Darm. Bei vegetarischer Kost brauchen sie länger als bei Fleisch, um alle wichtigen Nährstoffe aufzunehmen. Folglich müssten sie von Obst, Gemüse und Co. mehr essen, um den Unterschied auszugleichen. Zudem sollte man dann auf eine schonende Umstellung und eine besonders ausgewogene Ernährung bei den Vierbeinern achten.

Quellen:LADbible, RTL


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