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Erdbeben im Osten der Türkei: Retter finden immer noch Überlebende unter den Trümmern

Unter den Erdbeben-Trümmern werden immer noch Überlebende entdeckt. Jetzt wurden eine Lehrerin und ein Student gerettet. Die Regierung wirft Bauwirtschaft und Behörden kriminelle Nachlässigkeit vor, die viele mit ihrem Leben bezahlt hätten.

Türkische Rettungsmannschaften haben auch drei Tage nach dem schweren Erdbeben im Osten des Landes drei Überlebende aus den Trümmern geborgen. Zwei 27 und 25 Jahre alte Lehrerinnen hielten rund 67 Stunden unter Bauschutt durch, wie türkische Medien berichteten. Auch ein 18 Jahre alter Student wurde gerettet. Bisher wurden 461 Leichen geborgen, die Zahl der Opfer dürfte am Ende aber deutlich höher ausfallen.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warf Baufirmen und Aufsichtsbehörden schwere Versäumnisse vor, die Menschenleben gekostet hätten. Bei der Katastrophe sei der Beton einiger Gebäude wie Sand zerbröselt. "Den schmerzlichen Preis haben die Menschen drinnen bezahlt", sagte Erdogan. Die Nachlässigkeit von Kommunen, Bauunternehmen und Kontrolleuren sei als ein Verbrechen zu betrachten.

Bitte um internationale Hilfe

Erdogan räumte ein, dass die staatliche Hilfe am ersten Tag nach dem Beben unzureichend war. "In den ersten 24 Stunden waren wir nicht erfolgreich. Das gestehen wir ein", sagte er. Nun liefen die Hilfseinsätze aber kontrolliert. Erdogan versprach, "in kurzer Zeit" in Van eine neue Stadt zu errichten. Bei dem Beben der Stärke 7,2 waren am Sonntag in der Provinz Van fast 2300 Häuser zerstört worden.

Die türkische Regierung sucht auch die Hilfe anderer Staaten für den Wiederaufbau. Für die Zeit nach den Rettungsarbeiten seien Zelte, Wohncontainer und Fertighäuser nötig. Die türkischen Botschaften begannen Gespräche mit den Regierungen, die Hilfsangebote gemacht hatten. Sieben Staaten erklärten der Türkei am Mittwoch, sie wollten Hilfe senden, darunter auch Israel.

Ein Gefängnis in Van, in dem Häftlinge am Vortag wegen eines Nachbebens revoltiert hatten, wurde am Mittwoch geräumt. Die Insassen hatten Wachen angegriffen und Feuer gelegt, weil sie nicht aus ihren Zellen herausgelassen wurden, wie die Behörden erklärt hatten. Sie wurden in andere Gefängnisse verlegt.

Dramatische Szenen

In dem Katastrophengebiet kam es zu Verteilungskämpfen zwischen Opfern des Erdbebens, die sich um Zelte und Nahrung schlugen. Medienberichten zufolge wurde auch ein Lastwagen mit Hilfsgütern geplündert. Rettungshelfer setzten die Suche nach möglichen Überlebenden und Toten in den Trümmern fort. Am Dienstag waren ein neugeborenes Mädchen sowie seine Mutter und Großmutter lebend aus den Trümmern geborgen worden.

Eine eingeklemmte Krankenschwester habe indes nur befreit werden können, indem ihr ein Arm bei lokaler Betäubung mit einem Bajonett amputiert wurde, sagte der Arzt Ekin Tasatan türkischen Journalisten. Die 20-Jährige sei bei Sucharbeiten im Schutt eines eingestürzten Gebäudes gefunden worden. Ihr Zustand habe sich dann immer weiter verschlechtert. "Sie wusste nicht, dass wir ihr den Arm abnehmen. Wir konnten es nicht sagen, weil es dann noch schwieriger gewesen wäre", sagte Tasatan. Sie habe geschrien, dass der Arm nicht amputiert werden solle. Später habe sie den Rettern gedankt.

Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an den Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht.

jwi/kgi/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.