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Estland: Bauarbeiter retten "Hund" aus Fluss – und stellen später fest: Das ist ja gar kein Hund!

In Estland haben zwei Bauarbeiter ein Tier vor dem Erfrierungstod in einem fast zugefrorenen Fluss gerettet. Sie dachten, es handele sich dabei um einen Hund, in der Klinik erfuhren sie dann: Sie hatten einen Wolf gerettet.

Die beiden Männer hielten den Wolf, ähnlich diesem hier, zunächst für einen Hund

Die beiden Männer hielten den Wolf, ähnlich diesem hier, zunächst für einen Hund

Zwei Bauarbeiter haben in Estland einen Hund aus einem fast zugefrorenen Fluss gerettet, so zumindest dachten sie. Hinterher aber stellten die beiden Männer fest, dass sie ein wildes Raubtier aus dem Wasser gezogen, in eine Decke eingewickelt und in ihr Auto getragen hatten. Bei dem ordentlich durchgefrorenen Vierbeiner handelte es sich nämlich um einen einjährigen Wolf, wie sich später in der Tierklinik herausstellte. Das berichtet die estnische Nachrichtenseite "Postimees". Auch die britische BBC berichtet über den Fall.

Demnach wurden die beiden Männer am Sindi Dam auf dem Fluss Pärnu auf das Tier aufmerksam. Dort mit Bauarbeiten beschäftigt bemerkten sie, wie sich der Vierbeiner durch das teils zugefrorene Wasser kämpfte und offenbar nicht mehr weiterkam. Daraufhin hätten sie ihm durch das teilweise zugefrorene Wasser an Land geholfen und ihn dort in eine Decke eingewickelt, um ihn zu wärmen. Das Fell des Tieres sei bereits mit Eis bedeckt gewesen. "Postimees" zeigt Fotos des Wolfes und hat auch mit den Männern gesprochen.

Demnach luden die beiden das Tier ins Auto, riefen die Tierrettung an und brachten es anschließend in die nächste Tierklinik. Sie hätten den Wolf zum Auto tragen müssen und er habe "ordentlich was gewogen". Die Fahrt zur Klinik sei sehr ruhig verlaufen. Der Wolf habe mit dem Kopf auf den Beinen des einen Mannes geschlafen und nur einmal hochgeschaut, als dieser seine Beine bewegt habe, berichtet einer von beiden.

Estland: Wolf bereits wieder zurück in Wildnis

Den Berichten zufolge kam das Tier unterkühlt und unter Schock stehend in der Tierklinik an, wurde dort aber schnell wieder aufgepeppelt. Die Experten erkannten bald, dass es sich nicht um einen Hund handelte und teilten den beiden Männern mit, dass sie mit einem Wolf gekuschelt hatten. Dies sei "eine neue Erfahrung", so einer der beiden.

Laut BBC wurde der Wolf noch am selben Tag mit einem Sender-Halsband versehen und wieder in die Wildnis entlassen. Der behandelnde Arzt glaubt, dass es vor allem dem jungen Alter des Wolfes und der Extremsituation geschuldet war, dass dieser sich hat ohne Gegenwehr mitnehmen und in der Klinik behandeln lassen. Bei einem ausgewachsenen Tier hätte das wohl ganz anders ausgesehen, so der Mediziner.

Quellen: BBC / "Postimees" 

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