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Eurojackpot geknackt: Mit diesem Schein räumte der Gewinner mehr als 76 Millionen Euro ab

Ein kleiner Zettel, ein gewaltiges Vermögen:  Der Schein, mit dem ein Mann den Euro-Rekordjackpot geknackt hat, liegt jetzt im Tresor von WestLotto in Münster. Das Geld wird in den nächsten Tagen überwiesen.

Spielquittung

In der vierten Spielreihe stehen die Zahlen des Rekordgewinns

Mittlerweile liegt das kleine Papier sicher im Tresor von WestLotto  in Münster. Es ist ein wenig zerknickt, aber über 76 Millionen Euro wert. Schließlich handelt es sich um die Spielquittung, mit der ein  Mann den Rekord-Eurojackpot geknackt hat.

"Direkt am ersten Tag nach Ostern hat der Tipper aus dem Rhein-Sieg-Gebiet bei uns angerufen", sagte WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter. Bevor das Geld in den nächsten Tagen überwiesen wird, erfolgt aber noch eine Echtheitsprüfung der Spielquittung.

Lotto-Gewinner konnte es nicht glauben

Der Gewinner hatte sogar erst einen erst einen Tag nach der Ziehung am Freitagabend seine Zahlen überprüft. Ein Bericht im Radio hatte den Mann daran erinnert, dass er teilgenommen hatte. Dann konnte er es kaum glauben, als eine Zahl nach der anderen auf seinem Lotto-Zettel mit  den gezogenen Zahlen übereinstimmte. "Ich musste ein, zwei, drei Mal hinschauen und konnte es immer noch nicht glauben", sagte er beim persönlichen Treffen mit dem Team der WestLotto-Gewinnerbetreuung.

Der entscheidende Tipp befand sich in der vierten Spielreihe: Mit den Gewinnzahlen 9, 10, 19, 20 und 35, sowie den beiden Eurozahlen 3  und 4 räumte er genau 76.766.891,40 Euro ab. Bei einem Einsatz von 8,50 Euro. Seinen Spielschein hatte er einen Tag vor der Ziehung in einer WestLotto-Annahmestelle abgegeben.

Der Gewinn wird nächste Woche überwiesen

Der Gewinner, der unbedingt anonym bleibn will, wurde nervös. Schließlich musste er sich bis Dienstag gedulden, bevor er sich nach dem langen Osterwochenende melden konnte. Das Papier mit den magischen Zahlen hüttete er mit Argusaugen. "Der Gewinner wird sein Geld  Anfang der kommenden Woche erhalten und kann sich dann ganz in Ruhe überlegen, was er damit machen möchte."

tis
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?